• vom 12.10.2012, 12:07 Uhr

Nobelpreis

Update: 12.10.2012, 12:39 Uhr

"Großartige und zukunftsweisende Nachricht"

Stimmen: Nobelpreis ist Ehre für alle EU-Bürger




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  • Bundespräsident Fischer: Ein guter Tag für Euopa.
  • Moskauer Aktivistin enttäuscht über Entscheidung.

Wien. Bundespräsident Heinz Fischer hat die Zuerkennung des Friedensnobelpreises als "großartige und zukunftsweisende Nachricht für Europa" bezeichnet. In einer Stellungnahme gegenüber der APA sagte das Staatsoberhaupt: "Der 12. Oktober ist ein guter Tag für Europa."

"Wir haben das gemeinsame Europa immer als Friedensprojekt betrachtet und die grandiose Bestätigung dieses Gedankens durch das Nobelpreiskomitee gibt uns Zuversicht und Mut, am europäischen Friedensprojekt weiterzuarbeiten", stellte der Bundespräsident fest, der sich derzeit bei einer internationalen Tagung der Alpenländer in Innsbruck aufhält.


Nobelpreis ist Ehre für alle EU-Bürger
Der Präsident der EU-Kommission, Jose Manuel Barroso, hat den Friedensnobelpreis für die Europäische Union (EU) als große Ehre begrüßt. Sie gelte "der ganzen EU, allen 500 Millionen Bürgern", schrieb Barroso am Freitg in einer Twitter-Nachricht.

Moskauer Aktivistin enttäuscht über Entscheidung
Die russische Menschenrechtlerin Ljudmila Alexejewa hat sich enttäuscht gezeigt über die Auszeichnung der EU mit dem Friedensnobelpreis. "Ich hätte es besser gefunden, wenn zum Beispiel ein politischer Häftling im Iran den Preis erhalten hätte", sagte die Leiterin der Moskauer Helsinki-Gruppe am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax.

Das Nobelpreis-Komitee habe die Chance verpasst, eine Rolle bei der Stärkung der Menschenrechte in Russland zu spielen, sagte die 85-Jährige. Russische Bürgerrechtler hatten sich große Hoffnungen auf den Preis gemacht für eine Stärkung der von Kremlchef Wladimir Putin zunehmend geschwächten Zivilgesellschaft. Auch Alexejewa war zum erweiterten Kreis der Favoriten gezählt worden.

"Wunden der Geschichte geheilt"
NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat die Europäische Union als "einzigartigen und entscheidenden Partner" des Bündnisses gewürdigt. "Die EU hat eine wesentliche Rolle bei der Heilung der Wunden der Geschichte und bei der Förderung von Frieden, Aussöhnung und Zusammenarbeit in Europa gespielt", heißt es in einer Erklärung Rasmussens vom Freitag in Brüssel zur Auszeichnung der EU mit dem Friedensnobelpreis.

  Die NATO und die EU hätten gemeinsame Werte und dazu beigetragen, "das neue Europa zu formen". Er hoffe auf eine weitere Vertiefung der strategischen Partnerschaft beider Organisationen.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2012-10-12 12:11:13
Letzte Änderung am 2012-10-12 12:39:21


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