Die Ostergottesdienste finden auch heuer anders statt als gewohnt. Vieles wird auch diesmal ins Internet verlagert. Der erneute Lockdown in der Ostregion von Gründonnerstag bis Osterdienstag betrifft auch die liturgischen Feiern in der Karwoche. Allerdings nicht so wie beim ersten Corona-Lockdown 2020, als auch Gottesdienste in den Kirchen untersagt waren. Die Diözesen Wien, St. Pölten und Eisenstadt haben die Pfarren aber angewiesen, sorgfältig auf die Hygiene zu achten, die Liturgie kurz zu halten und eventuell ins Freie auszuweichen.

In ganz Österreich haben die katholische und die evangelische Kirche nach einem Jahr Corona schon eine gewisse Routine entwickelt. Das bedeutet vor allem FFP2-Schutzmasken und Zwei-Meter-Abstand in den Gottesdiensten. Messbesucher müssen sich in Listen eintragen (die nach vier Wochen vernichtet werden), um die Nachverfolgung von Kontaktpersonen zu erleichtern. Am Palmsonntag findet in vielen Pfarren statt der üblichen Palmprozession gleich eine Feldmesse im Freien mit Palmweihe statt. Für die Gottesdienste in der Karwoche muss man sich meist voranmelden. Die rituelle Fußwaschung am Gründonnerstag fällt ebenso aus wie viele Osterfeuer am Karsamstag.  Das alles soll aber die Freude am Osterfest nicht trüben. Zur Einstimmung gibt es hier ein ABC mit den wichtigsten Begriffen rund um Jesu Leiden, Sterben und Auferstehung.

Aschermittwoch

Am Beginn der Fastenzeit, der Vorbereitungszeit auf das Osterfest, steht der Aschermittwoch. 40 Tage nach diesem Fasttag (einmalige Sättigung) ist Ostern – wobei für diese Zählung die Sonntage ausgenommen werden.

Bilby

In Australien bringt nicht der Osterhase die Eier, sondern der Bilby, ein Kaninchennasenbeutler – womit wir nicht ganz weit weg vom Hasen sind, der allerdings in Down Under keinen guten Ruf hat, seit vor 150 Jahren Einwanderer Kaninchen eingeschleppt haben, die mangels natürlichen natürlicher Fressfeinden zur Plage geworden sind.

In Australien füllt der Kaninchennasenbeutler (Bilby) das Osternest. - © Nilsson, M. A.; Churakov, G.; Sommer, M.; Tran, N. V.; Zemann, A.; Brosius, J. R.; Schmitz, J. R. (2010). "Tracking Marsupial Evolution Using Archaic Genomic Retroposon Insertions". PLoS Biology 8 (7): e1000436. DOI:10.1371/journal.pbio.1000436.
In Australien füllt der Kaninchennasenbeutler (Bilby) das Osternest. - © Nilsson, M. A.; Churakov, G.; Sommer, M.; Tran, N. V.; Zemann, A.; Brosius, J. R.; Schmitz, J. R. (2010). "Tracking Marsupial Evolution Using Archaic Genomic Retroposon Insertions". PLoS Biology 8 (7): e1000436. DOI:10.1371/journal.pbio.1000436.

Christus

Jesu Beinamen "Christus" heißt übersetzt Messias und Gesalbter. Er hat den Tod durch seine Auferstehung besiegt und bestärkt die Christen im Glauben an ein Leben nach dem Tod.

Der dritte Tag

Am dritten Tag nach der Kreuzigung soll Jesus auferstanden sein. Dieser Zeitraum ist deshalb von Bedeutung, weil in der Welt der Antike jemand als richtig tot galt, wenn er drei Tage im Grab lag. So heißt es bei Lazarus, den Jesus im Johannes-Evangelium auferweckt, dass er schon vier Tage im Grab lag – also auf jeden Fall schon tot war.

Emmaus

Nach der Kreuzigung gehen zwei Anhänger Jesu gemeinsam nach Emmaus. Auf dem Weg zu dem Ort nahe Jerusalem schließt sich ihnen ein Fremder an, der ihnen im Gespräch die Heilige Schrift auslegt und mit ihnen dann zu Abend isst. Dabei bricht er das Brot – und ist gleich darauf verschwunden. Die beiden sind sich danach sicher: Das war Jesus, der Auferstandene. "Emmaus" bedeutet übrigens "warme Quelle" und war ein vergleichsweise häufiger Ortsname oder Namenszusatz. Die geografische Lage des biblischen Emmaus ist nicht zweifelsfrei gesichert.

Fisch

Fisch steht bei vielen nicht nur am Aschermittwoch auf dem Speiseplan, sondern auch am Karfreitag, dem zweiten strengen Fasttag der Fastenzeit. Was das mit Ostern und Jesus zu tun hat? Nun, das griechische Wort für Fisch ist "IchtysIchthys". Bei den frühen Christen stand jeder Buchstabe für ein ganzes Wort, gemeinsam bildeten sie den Satz: "Iesous Christos Theou Yios Soter", was übersetzt "Jesus Christus, Sohn Gottes, Erlöser" bedeutet. Dargestellt wurde er mit einem gezeichneten Fisch, den man bis heute etwa als Aufkleber auf vielen Autos sieht.

Der Fisch als Symbol für Jesus Christus. - © Wikipedia Commons / Erin Silversmith
Der Fisch als Symbol für Jesus Christus. - © Wikipedia Commons / Erin Silversmith

Golgota

Golgota, die "Schädelhöhe", auf der Jesus gekreuzigt wurde, lag außerhalb der Stadtmauer von Jerusalem. Ihren Namen hat sie übrigens nicht von den Schädeln der Toten, sondern weil der Felsen selbst mit ein wenig Fantasie aussieht wie ein Totenkopf. Ob auch Jesu Grab außerhalb der Stadtmauer lag, darüber ist man sich nicht einig. Denn die Grabeskirche, auch Auferstehungskirche oder Kirche vom Heiligen Grab genannt, liegt heute innerhalb der Stadtmauer.

Hase

War der Ursprung des Osterhasen einst ein verunglücktes ein Ostergebäck, das eher wie ein Hase als wie ein Lamm aussah? Hier ist die Hasenform natürlich volle Absicht. - © CC BY-SA 3.0 / Dr. Bernd Gross
War der Ursprung des Osterhasen einst ein verunglücktes ein Ostergebäck, das eher wie ein Hase als wie ein Lamm aussah? Hier ist die Hasenform natürlich volle Absicht. - © CC BY-SA 3.0 / Dr. Bernd Gross
Warum ist es ausgerechnet ein Hase, der zu Ostern bunte Eier, Schokolade und kleine Geschenke bringt? Dafür gibt es zahlreiche Erklärungen. So legen die Aufzeichnungen eines Heidelberger Arztes aus dem 17. Jahrhundert nahe, dass Eltern zu Ostern Eier versteckten und in der Not einfach einen Hasen dafür vorschoben (in anderen Gegenden war es ein Hahn, Kuckuck, Storch oder Fuchs). Andere meinen, es liege daran, dass früher die eigentlich scheuen Hasen im Frühling auf Futtersuche in die Dörfer und Gärten kamen. Es gibt auch die Theorie, irgendwann sei ein Osterbrot in Form eines Lammes dermaßen verunglückt, dass es eher wie ein Hase ausgeschaut habe. Der Hase gilt jedenfalls als Mondtier, und Ostern wird schließlich am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert. Außerdem ist er angesichts der vielen Jungen sehr fruchtbar (Stichwort: neues Leben). Es könnte aber auch damit zu tun haben, dass der Gründonnerstag einst als Zahlungs- und Zinstermin für Schulden galt und die Gläubiger oft mit Eiern und Hasen zahlten.

I.N.R.I.

Als Jesus ans Kreuz genagelt wurde, soll der römische Statthalter Pontius Pilatus eine Inschrift anbringen haben lassen: "Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum" (I.N.R.I.), was "Jesus von Nazareth, König der Juden" bedeutet. Wollte er damit die Pharisäer ärgern? Möglicherweise. Denn als diese angeblich forderten, er solle statt "König der Juden" schreiben lassen, dass "Jesus gesagt hat, er sei der König der Juden", antwortete er lapidar: "Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben."

Judas

Gäbe es ohne Judas Iskariot überhaupt Ostern? Schließlich war er derjenige Jünger, der laut dem Neuen Testament Jesus an die Pharisäer auslieferte (oder, wie Bibelübersetzer heute eher meinen: übergab). Seine Rolle ist sehr differenziert zu betrachten. Jahrhundertelang lieferte der vorgebliche Verrat des Judas für 30 Silberlinge einen Vorwand für Antisemitismus, und nicht zu Unrecht spricht etwa der Journalist Franz Alt von einer "Blutspur, die sich von Golgota zum Holocaust zieht". Doch neueren Forschungen zufolge dürfte Judas in Wahrheit ein wohlhabender Mann und demnach nicht auf die 30 Silberlinge – die gerade einmal für einen Esel gereicht hätten – angewiesen gewesen sein. Zudem werden immer wieder Zweifel laut, ob es diese Währung zu seiner Zeit überhaupt in dieser Region gab. Franz Alt weist übrigens darauf hin, dass Judas wohl als einziger Jünger aus Jerusalem stammte und sich daher in der Stadt am besten auskannte – was ihn dazu prädestinierte, Jesus dort an die Obrigkeit zu übergeben.

Karwoche

Zwischen Palmsonntag und Ostersonntag liegt die Karwoche (Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag). Die Vorsilbe "Kar" kommt vom althochdeutschen Begriff "kara" für Kummer, Jammer oder Klage. Der Karfreitag, an dem Jesus gekreuzigt wurde, ist für die evangelische Kirche der wichtigste Feiertag. Der Palmsonntag am Beginn der Karwoche ist nach dem Tag benannt, an dem Jesus in Jerusalem von seinen Anhängern als der Retter mit Palmzweigen empfangen wurde. Der Gründonnerstag wiederum hat mit der Farbe eigentlich nichts zu tun, auch wenn an diesem Tag viele Spinat essen. Die Vorsilbe "Grün" kommt vielmehr vom mittelhochdeutschen "gronan" (weinen).

Palmweihe mit dem Wiener Erzbischof Christoph Schönborn. - © Erzdiözese Wien / Stefan Schönlaub
Palmweihe mit dem Wiener Erzbischof Christoph Schönborn. - © Erzdiözese Wien / Stefan Schönlaub

Lamm

Das Lamm ist wie der Hase und die bunt bemalten Eier einerseits als Zeichen des Lebens zu verstehen, es steht auch für eine friedliche Lebensweise der Menschen (sanft wie ein Lamm). Andererseits ist es natürlich auch ein Rückgriff auf die alttestamentlichen Opfertiere. Und auch der Apostel Paulus bezeichnet Jesus in einem Brief an die Gemeinde in Korinth als "das Pessach-Lamm, das schon geopfert ist".

Maria von Magdala

"Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war", schreibt der Evangelist Johannes. Die Rolle der "Apostolin der Apostel" ist eine sehr ambivalente: War sie eine Prostituierte, war sie eine enge Freundin Jesu oder gar seine Geliebte? Bibelforscher suchen seit Jahrhunderten Belege in die eine oder andere Richtung.

Nikodemus

Unter den Pharisäern hatte Jesus nicht nur Feinde. So wird im Johannes-Evangelium ein gewisser Nikodemus dreimal erwähnt: Zunächst kommt er bei Nacht zu Jesus und hört seiner Lehre zu, später tritt er gegenüber den jüdischen Autoritäten für ihn ein, und schließlich ist er an Jesu Grablegung beteiligt und salbt den Leichnam gemeinsam mit Josef von Arimathäa mit einer beträchtlichen Menge Myrrhe und Aloe. Da er einer mittelalterlichen Legende nach die erste Darstellung des gekreuzigten Jesus aus Holz gefertigt haben soll (das sogenannte Volto Sancto befindet sich heute in der Kathedrale von Lucca), ist Nikodemus zu einer wichtigen Identifikationsfigur für christliche Bildhauer geworden.

Osterkerze

In der Auferstehungsfeier wird die Osterkerze am Osterfeuer entzündet. Sie bringt "Christus, das Licht" in die dunkle Kirche. Das Feuer steht nicht nur für Helligkeit und Wärme, es reinigt auch. Wobei es auf heidnische Frühlingsfeuer zurückgeht, die ab dem 8. Jahrhundert als Osterbrauch entfacht wurden. Auf der Osterkerze findet man unter anderem Alpha und Omega, den ersten und den letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, die für den Anfang und das Ende sowie auch das Allumfassende stehen.

Pessach

Nicht von ungefähr fallen das jüdische Pessachfest und das christliche Osterfest zeitlich oft zusammen (heuer beginnt Pessach am Samstag vor dem Palmsonntag). Beide richten sich nach dem ersten Vollmond im Frühling. Und Jesus feierte am Abend vor seiner Kreuzigung mit seinen Jüngern das Pessachfest, das bis heute an den Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnert.

Qual

Der Kreuzigung voran gingen Spott und Folter. Jesus wurde dem Evangelium nach ausgepeitscht, mit einer Dornenkrone verhöhnt, und selbst der Gang auf Golgota, bei dem er seinen Kreuzquerbalken selbst schleppen musste, war eine einzige Qual – so wie auch der Kreuzestod selbst, der bewusst brutal war. Es war eine politische Hinrichtungsstrafe zur Abschreckung, die der Sicherung und Aufrechterhaltung der "Pax Romana" dienen sollte. Schließlich war Jesu Anspruch, ein König zu sein, aus Sicht der römischen Besatzer ein Staatsverbrechen. Jesus, dessen Körper nach der Auspeitschung eine einzige offene Wunde gewesen sein muss, wurden vermutlich (sofern er tatsächlich ans Kreuz genagelt wurde) die Nägel durch die Handgelenke und den Spann, die Fußwurzeln oder die Fersenbeine getrieben. Der Tod am Kreuz war ein qualvoller und langsamer, der üblicherweise nach einem Tag durch Ersticken oder Kreislaufkollaps eintrat.

Ratschen

Am Gründonnerstag "fliegen die Glocken nach Rom", wie es im Volksmund heißt. Bis zum Halleluja in der Auferstehungsfeier der Osternacht schweigen nicht nur sie, sondern auch die Orgel. In vielen Ortschaften ziehen dafür am Karfreitag Kinder von Haus zu Haus und lassen Ratschen erklingen, begleitet von dem Spruch: "Wir ratschen, wir ratschen zum englischen Gruß, damit ein jeder Christ beten muss. Fallet nieder auf eure Knie, betet ein Vaterunser, drei Ave Marie." Wobei der "englische Gruß" sich natürlich auf die Himmelsboten bezieht. Es kann freilich sein, dass heuer das Coronavirus auch den Ratschenkindern einen Strich durch die Rechnung macht.

"Wir ratschen den englischen Gruß . . ." Macht Corona der Tradition heuer einen Strich durch die Rechnung? - © APA / Uli Deck
"Wir ratschen den englischen Gruß . . ." Macht Corona der Tradition heuer einen Strich durch die Rechnung? - © APA / Uli Deck

Stein

"Der Stein ist weg, das Grab ist leer", heißt es im Kirchenlied "Der Heiland ist erstanden". Das sagt eigentlich eh alles.

Der Stein ist weg, das Grab ist leer . . . - © stock.adobe.com / PhotoGranary
Der Stein ist weg, das Grab ist leer . . . - © stock.adobe.com / PhotoGranary

Thomas

Er ist der Skeptiker unter den zwölf Aposteln. Als Jesus einige Zeit nach seiner Auferstehung die Jünger in ihrem Versteck besucht, ist Thomas gerade nicht da. Später berichten sie ihm davon, aber der "ungläubige Thomas", wie er deshalb gerne tituliert wird, will es mit eigenen Augen sehen – und fühlen: "Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht." Jesus erscheint tatsächlich ein weiteres Mal und lässt Thomas unaufgefordert seine Wundmale nicht nur sehen, sondern auch berühren. Er gibt ihm damit die Vergewisserung, die er gesucht hat. Einen Vorwurf macht Jesus ihm wegen seines scheinbaren Unglaubens (man könnte auch sagen, Thomas hat nicht leichtfertig eine Behauptung geglaubt) aber nicht.

"Wenn ich meine Hand nicht in seine Seite lege . . ." Der Jünger Thomas, wie Caravaggio (1571 bis 1610) ihn gemalt hat. - © http://www.ibiblio.org/wm/paint/auth/caravaggio/st-thomas.jpg *License: according to ht
"Wenn ich meine Hand nicht in seine Seite lege . . ." Der Jünger Thomas, wie Caravaggio (1571 bis 1610) ihn gemalt hat. - © http://www.ibiblio.org/wm/paint/auth/caravaggio/st-thomas.jpg *License: according to ht

"Urbi et orbi"

Am Ostermorgen (oder eher zu Mittag) spendet der Papst in Rom den traditionellen Segen "Urbi et orbi" ("der Stadt und dem Erdkreis). Diese drei heiligen Worte werden schon seit dem 13. Jahrhundert den Gläubigen mit auf den Weg gegeben. Der Papst erlässt ihnen damit auch ihre Sünden.

In normalen Zeiten erteilt der Papst den Segen "Urbi et Orbi" zu Ostern über dem vollen Petersplatz in Rom. - © AFP / Vatican News
In normalen Zeiten erteilt der Papst den Segen "Urbi et Orbi" zu Ostern über dem vollen Petersplatz in Rom. - © AFP / Vatican News

Verstecken

Warum verstecken wir eigentlich zu Ostern bunte Eier? Angeblich ist diese Tradition heidnischen Ursprungs. Um die Frühlingsgöttin Ostara zu ehren, wurden einst Eier verschenkt, die seit jeher als Zeichen der Fruchtbarkeit gelten. Der Kirche soll dieser Brauch aber missfallen haben, weshalb er verboten wurde. Und was geschieht bei Verboten? Richtig, sie werden umgangen. Die Eier wurden also heimlich verschenkt, sprich versteckt – heute auch und besonders von Christen.

Wein

Brot und Wein spielen vor allem am Gründonnerstag eine wichtige Rolle. Beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern nahm Jesus Brot und Wein und teilte sie mit seinen Jüngern. Im Markus-Evangelium heißt es dazu: "Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: ‚Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.‘"

XP

Das Christusmonogramm mit Alpha und Omega. - © CC BY-SA 3.0 / amras.wi
Das Christusmonogramm mit Alpha und Omega. - © CC BY-SA 3.0 / amras.wi
Das Christusmonogramm XP, das sich aus den übereinander geschriebenen griechischen Buchstaben Χ (Chi) und Ρ (Rho) – den ersten beiden Buchstaben des Wortes griechischen Wortes Χριστός (Christós) – zusammensetzt, ist eines der ältesten christlichen Symbole und wurde im 2. Jahrhundert noch vor dem Kreuz benutzt. Es ist bis heute auf vielen Osterkerzen zu finden.

Ysopzweig

Im Johannes-Evangelium wird dem sterbenden Jesus am Kreuz ein Essigschwamm auf einem Ysopzweig an die Lippen gehalten. Ysop, ein Unkraut, das damals praktisch überall wuchs, spielte schon im Alten Testament eine wichtige Rolle. So bestrichen die Israeliten vor dem Auszug aus Ägypten das Blut mit Ysop auf ihre Türpfosten auf, und das Kraut wurde bei Tieropfern zusammen mit Scharlach und Zeder im Feuer verbrannt. Somit stellt der Hinweis auf Ysop auch eine Verbindung her zwischen den alttestamentlichen Opfertieren und dem Tod Christi.

Ysop spielt bei alttestamentlichen Opfern eine wichtige Rolle. - © CC BY-SA 3.0 / Holger Casselmann
Ysop spielt bei alttestamentlichen Opfern eine wichtige Rolle. - © CC BY-SA 3.0 / Holger Casselmann

Zeitumstellung

Der Palmsonntag ist heuer auch für Nichtchristen ein Tag, den sie beachten werden: Da ist nämlich wieder Zeitumstellung. Am 28. März beginnt die Sommerzeit, und die Uhren werden um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt.