Auferstehung Jesu
wird von Christen zu Ostern gefeiert. Und weil ohne sie Weihnachten sinnlos wäre, ist Ostern das höchste Fest im Jahreskreis.

Bienenwachs
ist der wichtigste Bestandteil der Osterkerze.

Christus
"der Gesalbte" ist zu Ostern auferstanden.

Datierung
des Todes Jesu ist ein wissenschaftlicher Streitpunkt. Unter Fachleuten gilt der Evangelist Johannes als verlässlichste Quelle: Ihm zufolge starb Jesus am Tag vor dem Pessach-Fest des Jahres 30, am Freitag, 7. April (damit war der erste Ostersonntag der 9. April 30).

Emmaus-Gang
findet traditionell am Ostermontag statt in Erinnerung an die zwei Jünger, die auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus dem Auferstandenen begegneten, ohne ihn zu erkennen ("Bleib bei uns, denn es will Abend werden").

In vielen Kirchen hängt während der Fastenzeit ein eigenes Fastentuch - hier jenes, das der Künstler Karl Schnell (Bild) für die Altsimmeringer Pfarrkirche St. Laurenz in Wien gemalt hat. - © Peter Welkhammer
In vielen Kirchen hängt während der Fastenzeit ein eigenes Fastentuch - hier jenes, das der Künstler Karl Schnell (Bild) für die Altsimmeringer Pfarrkirche St. Laurenz in Wien gemalt hat. - © Peter Welkhammer

Fastenzeit
ist die Vorbereitungszeit auf Ostern von Aschermittwoch bis Karsamstag. Die Dauer von 40 Tagen (die Sonntage werden nicht mitgezählt) leitet sich aus der Bibel ab: Die Sintflut dauerte 40 Tage, das Volk Israel wanderte nach dem Auszug aus Ägypten 40 Jahre durch die Wüste, die Stadt Ninive hatte 40 Tage Zeit, ihre Sünden zu bereuen, der Prophet Elijah und auch Jesus selbst fasteten 40 Tage in der Wüste. Früher wurde auch im Advent, an fast allen Freitagen, an den Vorabenden der Heiligenfeste und drei Tage vor Christi Himmelfahrt gefastet.

Gründonnerstag
ist der Auftakt zu den "Heiligen Drei Tagen" des Osterfestes mit Abendmahl-Gedenken und Fußwaschung.

Hase, Lamm und Hühnerei
stehen für Geburt, Fruchtbarkeit und Neubeginn rund um die Auferstehung Jesu (des "Lammes, das geopfert wurde") zu Ostern. Die Ostereier entstanden übrigens im 14. Jahrhundert aus dem "Zinsei", das Bauern um Ostern dem Grundherrn als Steuer abzuliefern hatten. Weil Eier wie Fleisch in der Fastenzeit eine verbotene Nahrung waren, sammelten sich bis Ostern viele Eier, die allerding hart gekocht wurden. Und die Bauern markierten jene Eier, die sie selbst behalten durften, mit roter Farbe. Daraus entwickelte sich das Färben der Ostereier.

Eine Tradition aus dem Lungau sind die "Grawirlacheier": Harte Eier werden fest in ein mit"Gawirlach" (grünem Kerbelkraut), "Kasbleameln" (Krokus) und Zwiebelschalenbelegtes Leinentücherl eingewickelt, beide Enden fest abgebunden und das Ganze für ein paarMinuten in Eierfarben eingelegt. Die fest an das Ei gedrückten Pflanzen halten die Farbeab und hinterlassen  auf dem Ei ein helles "Negativbild". 
- © Clemens M. Hutter

Eine Tradition aus dem Lungau sind die "Grawirlacheier": Harte Eier werden fest in ein mit"Gawirlach" (grünem Kerbelkraut), "Kasbleameln" (Krokus) und Zwiebelschalenbelegtes Leinentücherl eingewickelt, beide Enden fest abgebunden und das Ganze für ein paarMinuten in Eierfarben eingelegt. Die fest an das Ei gedrückten Pflanzen halten die Farbeab und hinterlassen  auf dem Ei ein helles "Negativbild".

- © Clemens M. Hutter
"I.N.R.I."

steht für den lateinischen Satz "Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum" (Jesus von Nazareth, König der Juden), den Pilatus ans Kreuz schreiben ließ.

Judas
verriet Jesus nach dem Letzten Abendmahl durch einen Kuss und nahm sich später das Leben, weil er seinen Verrat bereute.

Karwoche
hat mit dem Palmsonntag begonnen und hat ihren Namen vom althochdeutschen "kara" oder "chara" (Kummer, Klage, Trauer).

Letztes Abendmahl
hielt Jesus mit seinen Jüngern kurz vor seiner Gefangennahme am Ölberg.

Maria Muttergottes
harrte bis zuletzt unter dem Kreuz aus und trug ihren Sohn zu Grabe. Sie stärkte aber auch nach der Auferstehung den Glauben der Jünger.

"Noli me tangere"
("Berühre mich nicht"), sagte Jesus am Ostermorgen nach seiner Auferstehung zu Maria Magdalena, als sie das leere Grab fand.

Osterfeuer
ist nicht nur ein alter Brauch, sondern auch für die Liturgie wichtig. An ihm wird die Osterkerze entzündet, die nach der Weihe in die dunkle Kirche getragen wird, ihr Licht wird (so wie die Frohe Botschaft von der Auferstehung Jesu) an die Gemeinde weitergegeben.

Auferstehung Christi, 1499, von Perugino. Zu diesem Bildtypus gehört die Fahne als Symbol des Sieges über den Tod. - © Archiv
Auferstehung Christi, 1499, von Perugino. Zu diesem Bildtypus gehört die Fahne als Symbol des Sieges über den Tod. - © Archiv

Pfingsten
wird 50 Tage nach Ostern gefeiert. Zu Pfingsten kam der Heilige Geist über die Jünger, die Jesu Botschaft unter allen Menschen verbreiten sollten.

Qualen
erlitt Jesus bei seiner Geißelung vor der Kreuzigung.

Ratschen
ersetzen nach dem Gloria in der Gründonnerstagsliturgie bis zum Gloria in der Osternacht am Karsamstag die Glocken, die währenddessen schweigen. ("Wir ratschen, wir ratschen den Englischen Gruß (= Engelsgruß), den jeder katholische Christ beten muss.")

Speisensegnung
erfolgt in der Osternacht.

Taufwasser
für das folgende Jahr wird in der Osternacht im Rahmen der Tauferneuerung geweiht.

"Urbi et orbi"
("der Stadt (Rom) und dem Erdkreis") heißt der traditionelle Segen, den der Papst am Ostersonntag ausspricht.

Vollmond
ist wichtig für den Termin des Osterfestes: Dieses fällt stets auf den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling – es sei denn, man einigt sich irgendwann (siehe oben) auf den 9. April als fixen Termin der Auferstehung.

Weihrauch
hat auch in der Osterliturgie seinen Platz.

Steintafel mit dem Christusmonogramm Chi-Rho ☧ in der Calixtus-Katakombe in Rom. - © CC/Dnalor01
Steintafel mit dem Christusmonogramm Chi-Rho in der Calixtus-Katakombe in Rom. - © CC/Dnalor01

XP
(griechisch Chi-Rho) wird als Christus-Monogramm bezeichnet und ist neben dem Fisch das am häufigsten verwendete Symbol für Jesus Christus.

Ysop-Zweig
wurde von einem mitleidigen Soldaten mit einem Schwamm bestückt, den er in den Essigkübel tauchte, mit dem er und seine Kameraden ihren Durst stillten, und Jesus am Kreuz hinhielt. Der Ysop hat eine besondere Bedeutung: Im Alten Testament benutzten die Juden in Ägypten Ysop-Büschel, um ihre Türrahmen mit Lammblut zu bestreichen, damit sie von den Plagen verschont blieben. Und bei König David kommt Ysop als reinigende Pflanze vor.

Zehn Gebote
hängen auch mit Ostern zusammen, weil sie den Juden nach dem Auszug aus Ägypten gegeben wurden. Und an den Exodus erinnert bis heute das Pessach- oder Paschafest, das zeitlich mit Jesu Kreuzigung und Auferstehung zusammenfiel.