Welser Fakir

Im nächsten Raum zu sehen sind Andenken an Rayo, einen Welser Fakir, sowie das Einrad des kleinwüchsigen Schauspielers und Künstlers Fritz Hakl, mit dem er 1948 im Prater angefangen hat. Rumpfmensch und Praterunternehmer Nikolai Kobelkoff ist ein eigener Bereich gewidmet: man sieht sein Gewehr, Kostüme und ein Bild, das er gemalt hat - ohne Arme. Seine Nachkommen sind bis heute als Praterunternehmer aktiv und schließen damit den Bogen in die Gegenwart.

Kaldy-Karo zeigt auf einen Stapel von Programmheften und sagt: "Jeder Besucher bekommt eine Ausstellungsbroschüre mit nach Hause - und im ersten Monat hatten wir immerhin 2000 Besucher. Die könnte als Anregung für weitere Forschungen herhalten - vielleicht auch direkt im Prater, wo ja zum runden Jubiläum einige Sonderveranstaltungen stattfinden."

Die Serie "Unbekannte Pratergschicht’n" von Clemens Marschall und seinem wissenschaftlichen Berater Robert Kaldy-Karo erscheint zum runden Prater-Jubiläum wöchentlich in der "Wiener Zeitung" und beleuchtet eher obskure Nebenstränge der Geschichte des Praters. Gerade erschienen ist außerdem Kaldy-Karos Archivbildband "250 Jahre Prater" im Sutton Verlag. Wer darüber hinaus in die Materie eintauchen möchte, dem sei ein Besuch der aktuellen Sonderausstellung "250 Jahre Wiener Prater" im Circus- und Clownmuseum Wien (Ilgpl. 7, 1020 Wien) empfohlen.

Nähere Infos finden Sie auf www.circus-clownmuseum.at

Mehr zur Geschichte des Praters unter wienerzeitung.at/prater

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