In Österreich sind laut Bundeskanzleramt bisher 254 Millionen Euro an Vermögen russischer Oligarchen aufgrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine eingefroren worden. Die zuständige Taskforce unter Federführung der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) im Innenministerium habe das Geld auf insgesamt 97 Konten eingefroren. Das sei mehr als doppelt so viel, wie Deutschland mit Stand März melden konnte, teilte das Bundeskanzleramt am Sonntag mit.

So sei es den Ermittlern gelungen, fünf Grundbucheinträge ausfindig zu machen, die offenbar dazu gedient hätten, Vermögen zu verschleiern. Weiteren Verdachtsfällen werde derzeit nachgegangen, wobei das Auffinden sanktionierter Vermögenswerte durch internationale Firmenkonstrukte, Treuhandgesellschaften und Strohmänner erheblich erschwert werde. Mit 27. Mai werde zudem ein neues Meldesystem eingerichtet, mit dem die Anzahl der Konten und des ausfindig gemachten Vermögens deutlich erhöht werde.