Szene aus der zauberflöte, Foto: APAweb

Dossier
Salzburger Festspiele
Der Sommer steht in Salzburg traditionell im Zeichen der Festspiele. Johan Simons, Frank Castorf, Dusan David Parizek und Ulrich Rasche - es sind vier starke Regisseure mit unverkennbaren Handschriften, die heuer das Schauspielprogramm prägen. Und in seiner zweiten Festival-Ausgabe hat Festspielintendant Hinterhäuser wieder fünf neue Operninszenierungen programmiert - wobei von Monteverdi bis Henze praktisch die gesamte Geschichte des Genres abgedeckt wird. Hinzu kommen zwei konzertante Arbeiten und die Wiederaufnahme der "Italiana in Algeri" von den Pfingstfestspielen.

Von 20. Juli bis 30. August.
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Salzburger Festspiele

Salzburger Festspiele

Ehrlich kulinarisch ging es zu: Anna Netrebko und Yusif Eyvazov. - © ph marco borrelli

Konzertkritik

Das Ergebnis da wie dort: remis3

  • Arien und Duette mit Anna Netrebko und Yusif Eyvazov in Salzburg.

Die Fußball-Horden waren von der Polizei längst Richtung Stadion eskortiert, als der Betrieb am Mittwochabend in der Hofstallgasse losging. Netrebko-Fans bedingen deutlich weniger Polizeieinsatz. War im einen Fall Salzburg vor serbischen Schlachtenbummlern zu schützen, geht es bei den Festspielgästen um Schutz von außen - dem Vernehmen nach waren... weiter




Konzertkritik

Salzburg: Zwei sind einer zu wenig für ein Trio10

Zuletzt hat am Dienstagabend doch noch etwas geglänzt: die Festspielnadel mit Rubinen an der Brust von Daniel Barenboim. Zuvor, im Kammerkonzert mit Beethoven-Trios und Barenboim am Klavier, funkelte es deutlich weniger. Barenboim steht mit seinen 81 Auftritten im sommerlichen Salzburg für ein gutes Stück Festspielgeschichte... weiter




Markus Hinterhäuser, Intendant der Salzburger Festspiele freut sich über die erfolgreiche Saison 2018. - © apa

Salzburger Festspiele

Gewaltiges Programm

  • Bilanz der Salzburger Festspiele: 97 Prozent Auslastung.

Salzburg. "Wir haben einen ziemlich gewaltigen Sommer bewältigt", zeigte sich der Intendant der Salzburger Festspiele Markus Hinterhäuser beim Pressegespräch zufrieden. Der kaufmännische Direktor Lukas Crepaz vermeldete eine Auslastung von 97 Prozent. Spitzenreiter blieb mit der "Jedermann", mit knapp über 35... weiter




Nachdem Tobias Moretti als Jedermann krankheitsbedingt ausfiel, schwebteaus Dresden spontan Philipp Hochmair ein und rettete mit rekordverdächtig kurzer Durchlaufprobe die renommierte Cashcow der Festspiele mit fünf Einsätzen. - © APAweb, Barbara Gindl

Bilanz

Die Längsten, Größten und Spätesten

  • Eine zugespitzte Bilanz der Festivalhöhepunkte 2018.

Salzburg. Die Spitzen der Salzburger Festspiele ziehen am heutigen Dienstag Bilanz über die noch bis Donnerstag laufende Festspielausgabe 2018. Zeit für eine zugespitzte künstlerische Rückschau: DIE LÄNGSTE INSZENIERUNG Angekündigt waren viereinhalb Stunden und es wurden fünfdreiviertel: Wenn Frank Castorf inszeniert... weiter




Franz Welser-Möst interpretierte Henzes "Tristan". - © Julia Wesely

Konzertkritik

Tristan trauert um die Bachmann8

  • Franz Welser-Möst dirigierte Hans Werner Henzes "Tristan" in Salzburg.

Vor wenigen Tagen haben Edith Clever und Martin Wuttke in Salzburg aus dem reichhaltigen Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze gelesen. Am Samstag, im letzten Konzert der Wiener Philharmoniker in diesem Festspielsommer, gab’s die Musik dazu. Das Musikstück, in dem Hans Werner Henze seine Beziehung zu Ingeborg Bachmann... weiter




Konzertkritik

Der weiße alte Don Juan8

  • Die Berliner Philharmoniker in Salzburg.

Beide Dirigenten haben ihren eigenen Kopf, und beinah im Wochenabstand haben sie in Salzburg Beethovens "Siebente" dirigiert: Einmal MusicAeterna unter Teodor Currentzis, am Sonntag die Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko. Die orchestralen Voraussetzungen lassen trotzdem keinen Vergleich zu: Hier die am Originalklang geeichten Musiker aus... weiter




Konzertkritik

Vierte Runde Beethoven3

  • Teodor Currentzis setzte seinen Zyklus in Salzburg fort.

Nach der Neunten Symphonie in der Felsenreitschule sind Teodor Currentzis und seinen Musikerinnen und Musiker aus Perm für den Rest ihres Salzburger Beethoven-Zyklus ins intimere Mozarteum umgezogen. Aber auch der große Saal dort birgt seine Tücken, die sich in den Konzerten am vergangenen Freitag und Sonntag mit der Dritten und der Fünften... weiter




Furios in Gesang und Gestik: Asmik Grigorian als Salome auf der Bühne der Salzburger Felsenreitschule. - © apa/Barbara Gindl

Festspiel-Bilanz

Kraftort des Außergewöhnlichen5

  • Salzburg-Bilanz: Intensive Opern im zweiten Festspielsommer von Intendant Markus Hinterhäuser.

Natürlich gab es auch Wermutstropfen. Schade etwa, dass Constantinos Carydis, der neue heiße Name am Dirigentenmarkt, der "Zauberflöte" so mutwillige Töne entlockte. Schade auch, dass der verdiente Bariton Matthias Goerne den Sarastro sang und in der Basstiefe recht kleinlaut klang. Schade über diesen Abend hinaus... weiter




Konzertkritik

Universale Emotionen in nationalen Klängen1

Nicht mehr mit den Berliner Philharmonikern, sondern jetzt als Chef des London Symphony Orchestras war Simon Rattle an zwei Abenden zu Gast in Salzburg. Den zentralen Programmpunkt des ersten Konzerts am Montag im Großen Festspielhaus bildete zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein dessen Zweite Symphonie für Klavier und Orchester "The Age of... weiter




Modernes Überwältigungstheater bot Ulrich Rasche, der in seiner Inszenierung der "Perser" des Aischylos die Anfänge der Theaterkunst mit heutiger Technik nachzeichnete. - © Salzburger Festspiele/Bernd Uhlig

Salzburger Festspiele

Reduktion, Überwältigung und ein Sensations-Einspringer3

  • Die Theaterproduktionen der Salzburger Festspiele bedienten eine große stilistische Bandbreite - Philipp Hochmair triumphierte als Jedermann.

(apa/pat/hai) Eine unerwartete Umbesetzung war es, die das heurige Theaterprogramm der Salzburger Festspiele prägte: Jedermann-Einspringer Philipp Hochmair. Dass der Tausendsassa innerhalb von 30 Stunden die Rolle von dem an Lungenentzündung erkrankten Hauptdarsteller Tobias Moretti übernahm, war ein nahezu singuläres Ereignis (nur 1932 musste... weiter




Herbert Blomstedt in Salzburg. - © Salzburger Festspiele/Marco Borrelli

Konzertkritik

Melancholie als Antwort an die Zukunft5

  • Herbert Blomstedt, der 91-Jährige, dirigierte die Wiener Philharmoniker grandios.

Aus dem finnischen Halbdunkel beobachtete Jan Sibelius Anfang des 20. Jahrhunderts den Gang der neuen musikalischen Dinge - aber das war nicht seins. Also schrieb er die "Vierte", aufs erste Hinhören 40 Minuten Melancholie pur. Herbert Blomstedt hat den Wiener Philharmonikern in Salzburg dieses Werk vorgelegt, das sie zuvor noch nie gespielt hatten... weiter




Konzertkritik

Allen Jubels wert3

  • Maurizio Pollini begeistert mit Chopin in Salzburg.

(r. k.) Maurizio Pollini, Salzburg, Großes Festspielhaus. Wahrscheinlich muss man das Datenvolumen von all den Handy-Fotos, die da verschossen werden, in Terabyte messen. Eh unbrauchbar vermutlich die meisten, aber gesichert maximaler Störeffekt. Das ist eben der Preis für einen "Menschen und Künstler"... weiter




Der Männerchor, Darsteller der Boten und der Armee des Xerxes. - © APAweb Barbara GindlKritik

Salzburger Festspiele

Schreiten im endlosen Dreh9

  • "Die Perser" von Aischylos bei den Salzburger Festspielen im Landestheater.

Neunzig Minuten reichten Michael Thalheimer für Aischylos’ Nachspiel nach den von König Xerxes verlorenen Schlachten von Salamis und Plataiai 480/89 v. Chr. Das Akademietheater behält seine "Perser" als routiniert intimes Vater-Mutter-Kind-Trauerspiel noch im Angebot. Denselben Text von Durs Grünbein, 2001... weiter




Blutiges Ende: Agaue (Tanja Ariane Baumgartner) hat ihren Sohn ermordet. - © Salzburger Festspiele/Uhlig

Opernkritik

Zwei Kübel Königsfleisch4

  • Ein schauriges, großes Festspiel-Finale: "The Bassarids" in Salzburg.

"Das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang", hat Rainer Maria Rilke einmal geschrieben. Er hat das zwar in Bezug auf Engel gedichtet. Der Satz lässt sich aber auch auf den Gott Dionysos münzen. Man darf sich diesen Patron des Rausches nicht als gemütliches Pendant zur Wiener Reblaus vorstellen... weiter




Extrem-Dirigent Teodor Currentzis. - © Salzburger Festspiele/M. Borelli

Konzertkritik

Die "Neunte" - ohne Zweifel grenzgenial21

  • Faszinierende Bruchlandungen: Currentzis interpretiert Beethoven in Salzburg.

Teodor Currentzis ist nicht zuletzt deshalb Senkrechtstarter in der Szene, weil der Außenseiter mit seinen Ensembles "musicAeterna" (im Grundstock nach wie vor von der Oper im sibirischen Perm) das Unorthodoxe zum Markenzeichen erklärt hat. Keine Currentzis-Interpretation, die nicht Potenzial zum Polarisieren in sich trüge... weiter




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Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913 "Der Bauerntanz", entstanden um 1568.