• vom 04.09.2013, 15:52 Uhr

Salzburger Festspiele

Update: 15.07.2014, 10:30 Uhr

Nachlese 2013

Overkill oder Zufriedenheit?




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Umfrage: Festspiele sind für neun von zehn Salzburgern wichtig

"Overkill": Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden.

"Overkill": Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden.© apa "Overkill": Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden.© apa

Salzburg. (pat) Die Salzburger Festspiele sind soeben zu Ende gegangen. Das Direktorium vermeldete eine Rekordsaison mit 290.000 Besuchern an 14 Spielorten und 93 Prozent Gesamtauslastung. Für Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) ist damit bereits das Limit überschritten. Jüngst sprach er von einem "Overkill" und einer "Ermüdung der Mitarbeiter und Musiker". Schaden: "Der Frust, der da herrscht, das ist einfach zu viel."

Hohe Verbundenheit
Die Salzburger selbst zeigen sich hingegen mit ihrem wichtigsten Kulturereignis äußerst zufrieden und könnten sich die Stadt ohne die Festspiele gar nicht mehr vorstellen. Tempi passati: Die Schwierigkeiten, die Festspielgründer Max Reinhardt seinerzeit hatte, die Aufführungen in der barocken Altstadt überhaupt ins Laufen zu bringen, sind längst vergessen.


Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts für Grundlagenforschung (IGF) sind die Festspiele für neun von zehn Befragten wichtig, für jeden Zweiten sogar "enorm wichtig". Zwei Drittel der Salzburger würden es bedauern, sollte es die Festspiele nicht mehr geben, fast die Hälfte sogar sehr. "Diese Werte zeigen den hohen Grad an Verbundenheit der Bevölkerung mit den Festspielen", so IGF-Geschäftsführerin Ernestine Depner-Berger.

Lob für Pereira
Insbesondere die Stadtbevölkerung nutzt das Angebot: 29 Prozent haben eine Aufführung oder Generalprobe besucht, jeder Dritte war bei einer Übertragung auf dem Kapitelplatz und 44 Prozent aller Befragten haben etwas von den Festspielen im Fernsehen gesehen oder darüber in der Zeitung gelesen. Immerhin 32 Prozent haben vom Festspiel-Rummel rein gar nichts mitbekommen.

Anders als die Politik und das Festspiel-Kuratorium stellen die Bewohner auch Intendant Alexander Pereira ein gutes Zeugnis aus: Für fast jeden Dritten ist die Qualität der Festspiele im Vergleich zu früheren Jahren gestiegen, rund 60 Prozent finden sie gleichbleibend gut und nur 13 Prozent orten sinkende Qualität. Mehr als zwei Drittel bewerteten das Programm sehr gut oder gut.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2013-09-04 16:00:06
Letzte Änderung am 2014-07-15 10:30:23



Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. "Standard" darf es in der "Gräfin" nicht schmecken
  2. Martin Thür jetzt auch offiziell "ZiB2"-Moderator
  3. Vorarlberger im Finale von "America's Got Talent"
  4. Varga statt Thür als ZiB2-Moderator
  5. Abstraktionen am Seerosenteich
Meistkommentiert
  1. Walter Hämmerle wird
    "WZ"-Chefredakteur
  2. Wieder Wirbel um Ministeriums-"Journalistin"
  3. "Wiener Zeitung"-Geschäftsführer will "Gas geben"
  4. Drama um Daniel Küblböck
  5. Punkt! .


Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt.

Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta. Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959.

Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand. Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.


Werbung