• vom 28.08.2017, 16:20 Uhr

Salzburger Festspiele

Update: 18.07.2018, 15:37 Uhr

Bilanz 2017

Weichenstellung




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  • Salzburger Festspiele: Überschuss von 1,6 Millionen bei 97 Prozent Auslastung.

Festspielfreuden: Hinterhäuser hinter Rabl-Stadler.

Festspielfreuden: Hinterhäuser hinter Rabl-Stadler.© apa/Neumayr Festspielfreuden: Hinterhäuser hinter Rabl-Stadler.© apa/Neumayr

Salzburg. Spätestens wenn die Salzburger Festspiele zur Bilanz-Pressekonferenz laden, ist der Sommer unwiederbringlich vorbei. Sonnig verlief auch die erste Saison unter Intendant Markus Hinterhäuser: Bei einem Budget von 61,7 Millionen Euro wurden 29,9 Millionen Bruttoeinnahmen erwirtschaftet und ein Überschuss von 1,6 Millionen netto erzielt. Die Auslastung betrug 97 Prozent und liegt damit ein Prozent über dem Rekordjahr 2016. "Das Risiko des künstlerischen Programmes hat eine reiche Ernte gebracht", subsumierte Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler.

Schauspielchefin Bettina Hering dementierte gleich Gerüchte, wonach Stefanie Reinsperger kommenden Sommer nicht mehr die Buhlschaft im "Jedermann" spielen werde. Die beim Publikum sehr positiv aufgenommene Inszenierung mit Tobias Moretti als Jedermann werde 2018 unter der Regie von Michael Sturminger wieder aufgenommen, "mit Reinsperger und Moretti", stellte Hering klar. Der "Jedermann" führt mit 35.000 Besuchern auch das Ranking der bestverkauften Produktionen, gefolgt von "Zeit mit Schostakowitsch" (26.250) und den Konzerten der Wiener Philharmoniker (24.000).


"Die Auslastung von 97 Prozent hat unsere Erwartungen weit übertroffen", gestand der kaufmännische Direktor Lukas Crepaz. Von 21. Juli bis 30. August standen 195 Aufführungen an 15 Spielstätten auf dem Programm. Inklusive drei Proben und 54 Sonderveranstaltungen wurden 261.500 Karten ausgegeben. Besucher aus 79 Nationen sahen sich das Festival heuer an. Der finanzielle Überschuss werde dringend für die Sanierung des Großen Festspielhauses benötigt, die 2021/22 abgeschlossen sein wird.

Operndiva Anna Netrebko wird im nächsten Jahr nicht mehr die "Aida" (Wiederaufnahme) singen, mit ihr ist ein Galakonzert geplant. Wer statt ihr die Titelrolle übernehmen wird, sei derzeit noch offen. In seinem ersten Intendantenjahr sei, was die Künstler betrifft, ein Generationenwechsel eingeleitet worden - etwa die Debüts von Dirigent Teodor Currentzis und der Opernsängerin Marianne Crebassa. Dies seien Weichenstellungen für eine Weiterentwicklung ästhetischer Positionen.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-08-28 16:27:06
Letzte Änderung am 2018-07-18 15:37:30



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