Mainz. Die Shakespeare-Forscherin Hildegard Hammerschmidt-Hummel hat nach eigenen Angaben zwei Porträts des Dichters entdeckt, die den weltberühmten Autor lebensgetreu darstellen sollen. Es handelt sich um ein Jugend- und ein Altersbildnis, die am 12. Februar im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum in Mainz erstmals öffentlich vorgestellt werden sollen.

Wie das Museum am Donnerstag mitteilte, wurden die Bilder umfassend auf Identität und Echtheit überprüft. Dazu seien die individuellen Gesichts- und Krankheitsmerkmale Shakespeares minutiös untersucht worden. Der Dichter war im April vor 450 Jahren in Stratford-upon-Avon geboren worden.

Hammerschmidt-Hummel ist demnach davon überzeugt, dass der Dichter den Malern persönlich Modell gesessen hat. Die Professorin hat nach eigenen Angaben unter anderem die Echtheit der Totenmaske Shakespeares nachgewiesen. Der Mainzer Domherr und Kunstsammler Franz von Kesselstatt (1753-1841) hatte diese Totenmaske 1775 auf einer Englandreise gekauft und an den Rhein mitgebracht, wie das Museum mitteilte. Ab Ende August soll eine neue Ausstellung über Kesselstatt präsentiert werden.