• vom 10.07.2014, 16:58 Uhr

Shakespeare

Update: 10.07.2014, 18:43 Uhr

Theater

Mehr über den Shakespeare im Grünen




  • Artikel
  • Lesenswert (6)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Elena Trauttmansdorff

  • "Romeo & Juliet" in den Gärten von Schloss Pötzleinsdorf.

Wien. "Es war die Nachtigall, und nicht die Lerche, die eben jetzt dein banges Ohr durchdrang", heißt es in Shakespeares "Romeo und Julia". Schon bald wird sich diese Balkonszene am Balkon von Schloss Pötzleinsdorf ereignen. Am Dienstag (15. Juli) steht die Premiere der wohl berühmtesten Liebesgeschichte des Weltdramas am Spielplan. Bis zum 15. August wird jeweils Dienstag, Donnerstag und Samstag auf Englisch, Mittwoch und Freitag auf Deutsch gespielt.

Open Air und Shakespeare - von dieser Kombination ist der Brite Eric Lomas - Regisseur und Leiter der Open House Theatre Company - fasziniert, seitdem er vor zwölf Jahren in England zum ersten Mal bei einer Freiluftaufführung von Shakespeare mitwirkte.


"Es fehlt der Wiener Theaterszene ein bisschen an Vielfältigkeit", meint der 37-Jährige vor allem im Bezug auf mehrsprachige Aufführungen. Warum also nicht die schön gepflegten Gärten Wiens dafür nützen? Im Vorjahr hat Lomas erstmals Shakespeare auf Englisch in den Gärten von Schloss Pötzleinsdorf aufgeführt - und es lief tadellos. Lomas: "Wir hätten das Stück noch ein paar Wochen länger spielen können, so gut kam es beim Publikum an."

Internationalität bewahren
Nach der Schließung des International Theatre im Jahr 2012 haben die jungen Mitglieder des Ensembles - neben Lomas etwa Alan Burgon, Paul Elsbacher und Julia Thorne - beschlossen, die internationale "Frische" des Theaters in Wien zu erhalten und die Open House Theatre Company gegründet. "In einer internationalen Stadt wie Wien muss einfach ein zweites englischsprachiges Theater existieren", ist Lomas überzeugt.

Ziel des neu gegründeten Theaters ist es, englischsprachige Stücke in höchster Qualität sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche zu produzieren. Das junge Ensemble der Company präsentiert einen Mix aus klassischen Stücken und neuen Texten in zeitgemäßen Inszenierungen. Der Leiter verrät: "Wir versuchen, unbekannte Dinge zu machen. Einen neuen Zugang zu klassischen Texten zu finden, das ist es, was wir wollen."

Bemerkenswert ist, dass die Formation bislang ohne Subventionen auskommt. Durch private Sponsoren, aber hauptsächlich durch Karteneinnahmen hält sich die Truppe finanziell über Wasser.

Ab kommender Woche liefern ihnen die Gärten von Schloss Pötzleinsdorf gratis die authentische Szenerie für Shakespeares Liebesdrama. Und vielleicht hört man sogar das Zwitschern von Lerche und Nachtigall.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2014-07-10 17:02:02
Letzte Änderung am 2014-07-10 18:43:17



Werbung



"Ein tiefer Fall führt oft zu höherm Glück." ("Cymbeline", vierter Akt, zweite Szene)

Edwin Booth als Hamlet (Hamlet, 1870).



Twitter Wall


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Der Ursprung der Wiederholung
  2. Die Tiefe des Meeres im Krieg
  3. Im Inselreich der Affekte
  4. Zerrbild der Ideenträger
  5. Die Nestroy-Preise wurden verliehen
Meistkommentiert
  1. Lang lebe Europa!
  2. Rene Benko steigt bei "Krone" und "Kurier" ein
  3. Kritik an finnischem Rechts-Metal-Konzert in Wiener Club
  4. Presserat rügt "Wochenblick"
  5. Venus, Warhol oder Papagei


Werbung