Damaskus/Moskau. Die russischen Streitkräfte sind eine wichtige Stütze für den syrischen Machthaber Bashar al-Assad. Seit September 2015 fliegt Moskaus Luftwaffe Angriffe in Syrien. Operiert wird von der Luftwaffenbasis Hamaimim bei der Stadt Latakia aus, zudem gibt es eine Marinebasis in Tartus.

Die Angriffe richten sich nach russischer Darstellung gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Der Westen wirft Russland jedoch vor, dabei auch Rebellen zu töten, die mit dem IS verfeindet sind. Syrische Aktivisten machen Russland auch für Angriffe auf Zivilisten verantwortlich. Moskau dementiert das.

Durch seinen Einsatz im Syrien-Krieg hat Russland auf der internationalen Bühne wieder stark an Einfluss gewonnen. Russland beteiligt sich aktiv bei den UNO-Friedensgesprächen in Genf. Am 23. Jänner werden in der kasachischen Hauptstadt Astana weitere Verhandlungen erwartet, diese sind jedoch von russischer Seite noch nicht bestätigt.

Medial inszeniert feierte Moskau im Frühjahr 2016 die vorübergehende Rückeroberung der antiken Oasenstadt Palmyra. Mit russischer Unterstützung gelang es der syrischen Armee die strategisch wichtige Stadt Aleppo im Dezember komplett unter Kontrolle zu bringen.