Damaskus. Die Vereinten Nationen (UN) haben aufgerufen, den syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen mehr zu helfen. Es seien weitere 4,6 Milliarden Dollar (4,29 Milliarden Euro) für die Menschen und die betroffenen Nachbarregionen nötig, heißt es in einem am Dienstag bei einer Konferenz in Helsinki veröffentlichten Appell der UN.

"Die Hilfen für Syrien reichen weiterhin nicht aus, um auf das zu reagieren, was nach wie vor eine der größten humanitären Krisen heute in der Welt ist." Die Mittel sind nach Ansicht der UN zusätzlich zu den 3,4 Milliarden Dollar (3,17 Milliarden Euro) nötig, die sie in diesem Jahr für die Hilfe für 13,5 Millionen Menschen in Syrien für erforderlich hält.

Auf der Flucht

In dem seit fast sechs Jahre tobenden Krieg sind mittlerweile mehr als die Hälfte der Syrer auf der Flucht oder obdachlos. Die Nachbarländer Libanon und Jordanien haben Million syrische Flüchtlinge aufgenommen.

Seit Jahresbeginn gilt eine Feuerpause, über deren Festigung Aufständische und Regierung derzeit in Kasachstan beraten. Dennoch kommt es immer wieder zu Kämpfen. Aus der Region Wadi Barada nahe Damaskus kam es nach Informationen der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zu Gefechten zwischen regierungstreuen Truppen und Rebellen. Eine Rebellengruppe, die den gemäßigten Aufständischen zugerechnet wird, berichtete zudem von einer Offensive der extremistischen Gruppe Jabhat Fateh al-Scham im Nordwesten des Landes.