Damaskus. Zu Beginn des Bürgerkriegs bestand Syrien aus einem ganzen Flickenteppich unterschiedlicher Territorien, die sich unter der Kontrolle rivalisierender Gruppen befanden.

Die jahrelangen Kämpfe haben die Fronten bereinigt, heute gibt es nur noch einige wenige Einflussgebiete.

Es folgt eine Liste:

TERRITORIUM UNTER KONTROLLE DER REGIERUNG

Zu ihren schwächsten Zeiten 2015 hatte die Regierung von Präsident Bashar al-Assad nur noch die Herrschaft über weniger als ein Fünftel des Landes. Seit Russland sich jedoch auf Assads Seite militärisch in den Krieg eingeschaltet hat, hat die Regierung weite Teile des Landes wieder unter Kontrolle gebracht. Heute hält sie mehr als die Hälfte Syriens, darunter die bevölkerungsreichsten Regionen, die großen Städte, die Küste, die Grenze zum Libanon und einen Großteil des Grenzgebiets zu Jordanien. Auch die zentralsyrische Wüste und die wichtigsten Gasfelder liegen im Einflussbereich der Regierung.

REBELLEN

1) IDLIB

Die Rebellengruppen, die ohne unmittelbare Hilfe ausländischer Soldaten auskommen müssen, haben nur noch die Kontrolle über ein Gebiet im Nordwesten des Landes. Es umfasst den Großteil der Provinz Idlib sowie einige kleinere benachbarte Regionen der Provinzen Latakia, Hama und Aleppo.

Die schlagkräftigste Gruppierung ist Hayat Tahrir al-Sham (Komitee zur Befreiung Großsyriens). Das jihadistische Bündnis wird vom früheren syrischen Ableger von Al-Kaida angeführt, der sich ursprünglich Nusra-Front nannte. Die Vereinten Nationen, die USA und die Türkei stufen die Gruppe als Terrororganisation ein. Die Türkei hat aus mehreren anderen größeren Rebellengruppen eine rivalisierende Allianz geschmiedet, die Nationale Befreiungsfront.

Im Rebellengebiet an der Grenze zur Türkei lebten ursprünglich etwa drei Millionen Menschen, von denen inzwischen nach UN-Angaben etwa die Hälfte auf der Flucht ist. In der Region halten sich auch mehr als eine halbe Million Menschen aus anderen Rebellenenklaven auf. Unter massivem militärischen Druck gingen sie auf Vereinbarungen mit der Regierung ein, nach denen sie mit Bussen nach Idlib gebracht wurden statt in Gebiete unter der Kontrolle der Regierung zurückzukehren.

Die Türkei, Russland und der Iran beschlossen vor einem Jahr, Idlib zu einer "Deeskalationszone" zu machen, um die Kämpfe zu reduzieren. Die Details der Vereinbarung wurden jedoch nie veröffentlicht, und die Rebellen fielen ohnehin nicht darunter.