Den Haag. Die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) ist verantwortlich für die Umsetzung der Chemiewaffenkonvention aus dem Jahre 1997. Sie ist eine unabhängige internationale Organisation, arbeitet aber eng mit den Vereinten Nationen zusammen.

Die OPCW soll die von den Vertragsstaaten angegebenen C-Waffenbestände und Produktionsanlagen überprüfen, den Staaten bei der Vernichtung der Waffen technische Hilfe leisten und die Zerstörung der Bestände kontrollieren.

Im syrischen Douma sollen OPCW-Spezialisten einen mutmaßlichen Giftgasangriff auf Zivilisten am 7. April untersuchen, für den westliche Staaten die Regierung von Bashar al-Assad verantwortlich machen. Nach Angaben der syrischen Zivilschutzorganisation Weißhelme wurden dabei mehr als 40 Menschen getötet.

Investigation vor Ort

Ein Reporter der britischen Zeitung "Independent" stellt nach einer Besichtigung vor Ort und Zeugenbefragungen jedoch westliche Behauptungen infrage, wonach es in der ehemaligen islamistischen Rebellenhochburg Douma in Syrien einen Giftgasangriff gegeben habe. Der langjährige Nahost-Kenner Robert Fisk fand nach eigenen Angaben keine Belege dafür.

Die OPCW, die ihren Hauptsitz im niederländischen Den Haag hat, wurde 2013 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Fast alle Staaten der Welt sind Mitglied.