• vom 06.02.2014, 19:37 Uhr

TTIP

Update: 06.02.2014, 19:38 Uhr

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EU plant fast keine Ausnahmen von US-Freihandelspakt




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  • Laut Insider sollen 96 Prozent aller Einfuhrzölle auf US-Waren aufgehoben werden.

Brüssel. Im Rahmen der Verhandlungen über das weltgrößte Freihandelsabkommen will die EU den USA Insidern zufolge die Abschaffung fast aller Zölle auf US-Produkte anbieten. Wie mit den Plänen vertraute Personen zu Reuters sagten, will die EU am Montag den USA den Vorschlag unterbreiten, 96 Prozent aller bestehenden Einfuhrzölle auf US-Waren aufzuheben, sobald das Abkommen in Kraft tritt.

Eine Woche später kommen dann EU-Handelskommissar Karel De Gucht und sein US-Amtskollege Michael Froman zu direkten Gesprächen zusammen. "Dies ist zwar nur der erste Schritt, aber es ist ein Signal dafür, dass keine Branche völlig vor der Liberalisierung geschützt wird", sagte eine Person, die an der Vorbereitung des EU-Vorschlags beteiligt ist.


Es wird erwartet, dass die USA im Gegenzug gleichzeitig angeben, bis zu welchem Grad sie ihre Märkte für EU-Produkte öffnen wollen. Dem EU-Vorschlag zufolge sollen lediglich einige sensible Branchen wie die Rinder-, Geflügel- und Schweinezucht einen besonderen Schutz genießen. Bei drei Prozent der US-Güter sollen Zölle lediglich für eine Übergangszeit bestehen bleiben, um den Branchen mehr Zeit für eine Anpassung zu gewähren. Dazu könnten Nutzfahrzeuge sowie einige landwirtschaftliche Produkte gehören. Der Austausch der Angebote für den gegenseitigen Marktzugang markiert den ersten konkreten Schritt der Verhandlungen, die im Juli letzten Jahres gestartet wurden.




Schlagwörter

TTIP, Freihandelsabkommen, USA, EU

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2014-02-06 19:37:50
Letzte Änderung am 2014-02-06 19:38:10



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