Konflikt in der Ukraine. Der französische Fotograf Jerome Sessini mit dem zweiten Preis der Kategorie Spot News mit einem World Press Photo ausgezeichnet.

Dossier
Ukraine

Krise in der Ukraine
Der Krieg in der Ukraine ist eine Auseinandersetzung im Osten der Ukraine, die sich durch kleine, aber ständige Eskalation zu einem bewaffneten Konflikt ausweitete. Es wird zwischen von Russland unterstützten Milizen, regulären russischen und ukrainischen Truppen sowie Freiwilligenmilizen gekämpft.


  • vom 07.05.2014, 15:42 Uhr

Ukraine

Update: 08.05.2014, 10:15 Uhr

Ukrainekrise

Putin will Referendum verschieben




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  • In der Region Donezk droht eine weitere Eskalation der Lage im Osten der Ukraine.

Kiew/Moskau. Für ein Abspaltungsreferendum müssen erst die richtigen Bedingungen geschaffen werden, sagt der russische Präsident Wladimir Putin und fordert eine Verschiebung der umstrittenen Wahl in der Ostukraine an diesem Sonntag. Das berichtet die Agentur Interfax am Mittwoch. 

Sofort nach Putins Aufruf betonten die Separatisten, den Vorschlag des Kremlchefs prüfen zu wollen. Am Donnerstag werde dies bei der geplanten Volksversammlung beraten, sagte Denis Puschilin, einer der Anführer der von den Separatisten ausgerufenen Volksrepublik Donezk, der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir haben höchsten Respekt vor Putin", sagte Puschilin. "Wenn er meint, dass es nötig ist, werden wir das natürlich diskutieren." Putin äußerte seine Forderung gegenüber der Agentur Interfax nach einem Treffen mit dem derzeitigen OSZE-Vorsitzenden und Schweizer Bundespräsidenten Didier Burkhalter in Moskau.


Die NATO widerspricht der Darstellung Putins über einen Truppenabzug aus dem Grenzgebiet zur Ukraine. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die russischen Truppen ihre Positionen an der Grenze geändert hätten, sagte ein NATO-Vertreter am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Nach Angaben der russischen Agentur Interfax hatte Putin zuvor erklärt, Russland habe seine Truppen aus dem Grenzgebiet zurückgezogen und wieder in ihre Garnisonen beordert.

Referendum heizt Streit an

In der Region Donezk droht indes eine weitere Eskalation der Lage im Osten der Ukraine. Nachdem es bei Kämpfen der ukrainischen Nationalgarde mit prorussischen Separatisten am Mittwoch in der Hafenstadt Mariupol erneut Tote gab, forderten die russische Regierung und der Russland-Beauftragte der Bundesregierung ein Ende des Militäreinsatzes. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes betonte, dass die Ukraine als souveräner Staat das Recht habe, alle Maßnahmen zu ergreifen, um gegen die Separatisten vorzugehen. Allerdings stelle sich die Frage, was der beste Beitrag sei, um die geplante Präsidentschaftswahl am 25. Mai zu ermöglichen.

Der prowestliche ukrainische Präsidentschaftskandidat Petro Poroschenko sprach bei einem Berlin-Besuch von einer berechtigten Antiterroraktion. Auch CDU-Politiker verteidigten das Vorgehen der Armee mit der Begründung, es gebe Belege, dass die Separatisten direkte Unterstützung aus Russland erhielten oder von dort sogar gesteuert würden.

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Dokument erstellt am 2014-05-07 15:44:29
Letzte Änderung am 2014-05-08 10:15:26


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