Zwölf Frauen und Männer haben sich bislang für das Amt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen beworben. Die Videos zeigen kurze Vorstellungen der Kandidaten. Diese standen der Vollversammlung jeweils zwei Stunden lang Rede und Antwort.

Igor Lukšić (Montenegro)

Igor Lukšić (Montenegro)

Der 1976 geborene Lukšić graduierte in Wirtschaftswissenschaften in Podgorica und besuchte die Diplomatische Akademie in Wien. Ab 2001 saß er für die Sozialdemokraten (DPS) im Parlament. Er wurde 2004, im Alter von 27 Jahren, Finanzminister und behielt diesen Posten bis 2010. Danach war er bis 2012 Premier der sozialdemokratischen Regierung und anschließend Außenminister seines Landes.

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Irina Bokova (Bulgarien)

Irina Bokova (Bulgarien)

Die 1952 geborene Bokova absolvierte ein Wirtschaftsstudium am Moskauer Institut für Internationale Beziehungen und ein Postgraduate an der University of Maryland. 1996-1997 war sie geschäftsführende Außenministerin, ab 2005 war sie Botschafterin in Frankreich und anschließend bei der UNESCO. 2009 wurde sie Generaldirektorin der UNESCO, der UN-Organisation für Bildung und Kultur. 2013 wurde sie in diesem Amt bestätigt.

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António Guterres (Portugal)

António Guterres (Portugal)

Der 1949 geborene Guterres schloss das Studium der Elektrotechnik an der Universität Lissabon ab und arbeitete zunächst an der Universität. Er war von 1992 bis 2002 Generalsekretär der Sozialistischen Partei sowie 1995 bis 2002 Premierminister. 1999 bis 2005 war Guterres Präsident der Sozialistischen Internationale, 2005-2015 UNO-Hochkommissar für Flüchtlingsfragen.

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Natalia Gherman (Moldawien)

Natalia Gherman (Moldawien)

Die 1969 geborene Tochter des ehemaligen Präsidenten Mircea Snegur absolvierte die Universität Chişinău und als Postgraduate das King's College. Sie war unter anderem Botschafterin in Österreich und Schweden, Chefverhandlerin des Abkommens mit der EU sowie 2013-2016 Außenministerin und stellvertretende Premierministerin Moldawiens.

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Danilo Türk (Slowenien)

Danilo Türk (Slowenien)

Der 1952 geborene studierte Jurist ist emeritierter Professor für Internationales Recht an der Universität Ljubljana. 1992-2000 war er Botschafter bei den Vereinten Nationen, 2000-2005 politischer Assistent von UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Innerhalb der Vereinten Nationen war er in mehreren Ausschüssen in den Bereichen Diskriminierung und Menschenrechte tätig. 2007-2012 amtierte er als slowenischer Staatspräsident.

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Srgjan Kerim (Mazedonien)

Srgjan Kerim (Mazedonien)

Der  1948 geborene Kerim promovierte 1982 aus Wirtschaftswissenschaften in Belgrad. 1989-1991 war er Staatssekretär im Außenministerium Jugoslawiens. 1994-2000 war er Botschafter in Deutschland,  2001-2003 Botschafter bei den Vereinten Nationen. 2007 leitete er die Session der UN-Generalversammlung.

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Vesna Pusić (Kroatien)

Vesna Pusić (Kroatien)

Die 1953 geborene, promovierte Soziologin erhielt 1988 eine Professur an der Universität Zagreb, gründete die feministische Vereinigung Žena i društvo (Frau und Gesellschaft) und war von 2000 bis 2008 Parteivorsitzende der Kroatischen Volkspartei (HNS). Sie leitete die Verhandlungen Koratiens mit der EU und wurde 2011 Außenministerin.

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Vuk Jeremić (Serbien)

Vuk Jeremić (Serbien)

Der 1975 in Belgrad geborene Jeremić studierte Naturwissenschaften am Queens’ College in Cambridge und machte in Harvard einen Master of Public Administration. Nach Tätigkeiten für Banken arbeitete er in mehreren serbischen Ministerien und war zwischen 2007 und 2012 Außenminister und versuchte, die diplomatische Anerkennung des Kosovo zu verhindern. 2012  leitete er die UN-Generalversammlung.

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Helen Elizabeth Clark

Helen Clark (Neuseeland)

Die 1950 geborene Clark schloss ein Studium der Politikwissenschaft an der University of Auckland ab und war ab 1981 Abgeordnete der Labour Party. 1999-2008 war sie Premierministerin Neuseelands und verfolgte eine Politik der Renationalisierung der vernachlässigten Infrakstruktur. Seit 2009 leitet sie das Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP).

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 Ergänzung

Nach dem Erscheinen dieses Artikels meldeten noch drei Personen im Mai und im Juli 2016 ihre Kandidatur an:

  • Christiana Figueres (Costa Rica)
  • Miroslav Lajčák (Bosnien)
  • Susana Malcorra (Argentinien)