Was treibt Sie an?

Die UNO ist ein Tempel von Ideen, eine fantastische Marke. Das motiviert mich. Ich bin sicher nicht mehr so idealistisch wie damals, als ich anfing, hier zu arbeiten. Auch würde ich nicht sagen, dass die Vereinten Nationen perfekt sind, da hier und dort Verbesserungen anstehen. Aber stellen Sie sich mal vor, eine Welt ohne die Vereinten Nationen. Sie würde eine viel schlechtere sein.

Fällt darunter auch der Bürokratie-Vorwurf?

Ich würde sagen: Ja. Die UNO ist eine Bürokratie, aber die Organisation, das System ist sehr groß. Das Sekretariat selbst und die ungefähr 40.000 Angestellten sind über die ganze Welt verstreut. Es gilt, Prozesse zu steuern, zu managen und die Aufgabenstellungen zu erfüllen, daher ist die Größe sinnvoll. Die Entwicklung über die Zeit hat die UNO zu dem gemacht, was sie jetzt ist. Das lässt genügend Raum für Verbesserung. Gleichzeitig müssen wir uns sagen, dass wir immer noch in der Lage sind, zu agieren. Und dabei stellen wir uns täglich die Frage: Könnten wir es noch besser? Das ist ein unglaublich positiver Aspekt dieser Weltorganisation. Es gibt immer wieder Mitgliedsländer, die glauben, dass die UNO nicht mehr als eine Talkshow ist. Aber: Die UNO wurde als Organisation gegründet, um Nationen zu einen, politische Instrumente einzusetzen wie auf operationaler Ebene zu agieren.