Die möglichen Anwendungen im Alltag sind lang. Jene Ihrer bisherigen Auszeichnungen sind ebenso lang. Sie wurden zum Ritter geschlagen, vor 16 Jahren. Ein weiterer Meilenstein in Ihrer Karriere: Es gibt im Weltall einen Asteroiden, der nach Ihnen benannt ist.

Auch das war auch eine echte Überraschung. In Rom hatte mich ein Brief erreicht mit Aufgabeort in den USA. Man hat sich dafür entschieden, dem Asteroiden 21887, im Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter, meinen Namen zu geben. In der Umlaufbahn steht mein Name als Anerkennung für starke Unterstützung von internationalen Kooperationen.

Sie haben viel erreicht. Was treibt Sie an?

Die Arbeit bei der UN ist wirklich hochinteressant, im richtigen Augenblick hier zu sein, die Fähigkeiten, das Wissen, die Motivation zu haben, vor allem für Entwicklungsländer. Und um den Weltraum friedlich zu nutzen. Es ist ein interessantes Feld. Es ist wirklich spannend. Es hilft mir dabei, meine Leidenschaft lebendig zu halten. Mein Wissen am Laufenden zu halten. Alles das, was wichtig für mich ist.

Die UNO ist eine bürokratische Organisation, ist das ein Vorurteil?

Die Realität ist, dass hier sehr viel passiert. Eine steigende Anzahl von Mitgliedsländern. Eine  Plattform, um neue internationale Beziehungen aufzubauen. In den Industrienationen und mit Nachdruck auch in den Entwicklungsländern. Dort gilt es, neue Märkte aufbauen. Ihr Interesse an Weltraumökonomie und –technologie entwickeln zu helfen. Dazu braucht es guter Diplomatie: Weltraumdiplomatie. Je besser wir mit unterschiedlichsten Situationen zurechtkommen, meistern wir Technologien umso besser. Die Stichworte sind folgende: Experimente im Weltraum. Sie in Entwicklungsländer transportieren. Schneller Lernen. Satelliten in die Umlaufbahn schießen. Wichtig werden im Weltraum. Im Gleichklang mit den Industrienationen.

Als Italienerin sind Sie Europäerin. Als UN-Diplomatin sind Sie in der Welt zuhause.

Ich habe mich an internationale Settings gewöhnt. Das ist mehr oder weniger normal. Wenn man dazu verpflichtet ist, nicht in der Muttersprache zu sprechen, wenn man müde ist, dann kommt es schon vor, dass man lieber gerne zu Hause wäre. Und italienisch spricht. Das passiert, aber nicht so oft, aber es kommt vor. Die Umgebung hier und das Team sind toll, es ist eine kleine Gruppe von hochqualifizierten Professionalisten. Und es ist das erste Mal, dass ich für eine internationale Organisation arbeite, die nicht nur Weltraumagenden führt. Hier gibt es so viele Aktivitäten, das macht es umso einfacher zu erklären, warum die UN so wichtig ist.