Wien. Jeder vierte Wiener verbringt seinen Sommerurlaub zu Hause. Das zeigt eine von der Wirtschaftskammer Wien in Auftrag gegebene Studie.

"Es sind tendenziell ältere Personen, die im Sommer zu Hause bleiben", erklärt Markus Greißler, Obmann der WKW, gegenüber der "Wiener Zeitung". Das könne daran liegen, dass sich Ältere nicht nach den Schulferien richten müssen. Sie könnten genauso gut in der Vorsaison problemlos eine Europa- oder Fernreise machen. Außerdem sparen sich die gebliebenen Wiener dabei auch einiges an Geld.

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134 Euro würden dabei für etwaige Freizeitaktivitäten pro Monat von den Wienern ausgegeben werden. Dabei geben aber Männer mehr Geld aus als Frauen - Männer 160 Euro und Frauen 109 Euro. Laut Informationen der Wiener Wirtschaftskammer werden dabei insgesamt rund 180 Millionen Euro ausgegeben.

Urlaub zuhause

Generell sind Outdoor-Aktivitäten im Sommer sehr beliebt. Bevorzugt gehen die Wiener laut Studie gerne in Gast- und Schanigärten, spazieren oder machen Sport im Freien. Drei Viertel gaben an, im Sommer vermehrt in Lokale zu gehen, weil es dann die Möglichkeit gebe, draußen zu sitzen. 37 Prozent der Befragten zieht es ins Freibad oder zum Wandern. Auch Indoor-Unternehmungen wie ein Theater- oder Museumsbesuch, Einkaufen, ein Kinobesuch oder das Erkunden des Wiener Nachtlebens sind bei circa 28 Prozent der Einwohner beliebt. Mehr als die Hälfte der Wiener verbringen der Wirtschaftskammerstudie zufolge ihren Sommerurlaub im eigenen Land; sei es ein Ausflug in die Berge nach Tirol, ein Kulturerlebnis in Salzburg oder entspannen in Kärtner an einem See. Ein Drittel hat eine Europareise geplant und jeder Zehnte eine Fernreise.

Aufs ganze Jahr gerechnet, verreisten 2018 laut Statistischem Zentralamt lediglich 17 Prozent der Wiener nicht. Damit sind die Wiener im gesamtösterreichischen Vergleich die reisefreudigsten. Am wenigsten verreisen die Kärntner, von denen 27 Prozent zu Hause bleiben.