• vom 23.06.2016, 14:53 Uhr

Urlaub

Update: 30.06.2016, 19:22 Uhr

Tourismus

Geurlaubt wird meist im eigenen Land




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  • Auf Österreich entfällt im Sommer fast jede zweite Urlaubsreise von Inländern - Italien ist beliebtestes AUslands-Ferienziel.



Wien. (apa/kle) Die Österreicher fahren im Sommer immer öfter auf Urlaub. Wie aus aktuellen Daten der Statistik Austria hervorgeht, hat sich die Zahl der Reisen in den Monaten Juli, August und September in den vergangenen zehn Jahren (2006 bis 2015) um rund 17 Prozent auf 6,8 Millionen erhöht. Dabei wurde fast die Hälfte der Urlaube (46,7 Prozent) im Vorjahr im Inland verbracht.

Die Treue zum Urlaub in Österreich blieb mit insgesamt 3,18 Millionen Reisen relativ stabil, für Sommerreisen im Inland liegt der Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre bei 45,7 Prozent. Zwar wird im eigenen Land öfter geurlaubt, dafür aber kürzer. Der Trend zu Kurzreisen (mit ein bis drei Nächtigungen) ist ungebrochen: Hier gab es in den vergangenen zehn Jahren einen massiven Zuwachs von 48,6 Prozent. Die Zahl der Haupturlaubsreisen innerhalb Österreichs ging indes um drei Prozent zurück.


Weniger Fernreisen
Parallel zu dieser Entwicklung haben die Ferienaufenthalte der Österreicher im Ausland im Zehnjahreszeitraum um fast zwölf Prozent auf 3,63 Millionen kräftig zugelegt. Damit wurden für etwas mehr als die Hälfte der Urlaube (53,3 Prozent) Destinationen außerhalb des Landes gebucht. Auch hier nahm die Zahl der Kurzreisen mit einem Plus von 29,5 Prozent wesentlich stärker zu als jene der Hauptreisen (vier oder mehr Nächtigungen) mit einem Anstieg von nur 7,3 Prozent.

In den Sommerferien zog es die Österreicher 2015 - außer ins eigene Land - vor allem nach Italien (24,1 Prozent der Auslandsreisen), Kroatien (16,6 Prozent) und Deutschland (13,9 Prozent). Dahinter folgten Griechenland (6 Prozent), Spanien (5,4 Prozent) und die Türkei (4,1 Prozent).

Das beliebteste ausländische Reiseziel Italien gewann in den vergangenen zehn Jahren Anteile dazu (plus 1,4 Prozentpunkte), ebenso Deutschland (plus 3,9 Prozentpunkte) und Kroatien (plus 1,6 Prozentpunkte). Spanien entwickelte sich stabil (plus 0,2 Prozentpunkte). Einbußen verzeichneten hingegen Griechenland (minus 2,8 Prozentpunkte) und die Türkei (minus 0,7 Prozentpunkte). Deutlich gesunken ist im Vorjahr gegenüber 2006 auch der Anteil der Fernreisen, also Urlaub in Ländern außerhalb Europas und der Türkei. Nur noch 4,9 Prozent (2006: 6,1 Prozent) der Auslandsreisen führten 2015 in die Ferne.

Meist mit eigenem Auto
Rund zwei Drittel der Sommerurlaubsreisen werden mit dem eigenen Auto angetreten, dies war auch schon vor zehn Jahren so. Der Anteil der Flugreisen ging seit 2006 hingegen leicht zurück - von 18,2 auf 16,6 Prozent. Dafür gewannen Zug- oder Busreisen mit 15,2 Prozent (2006: 12,9 Prozent) an Bedeutung. Auch der Urlaub im Ausland wurde 2015 mehrheitlich (52,3 Prozent) mit dem Pkw absolviert, vor zehn Jahren lag der Anteil mit 54 Prozent noch etwas höher. Bei einem schwachen Drittel der Auslandsurlaube (31,2 Prozent) reisten die Österreicher im Vorjahr mit dem Flugzeug an, etwas weniger als 2006 (32,4 Prozent).

"Urlaub auf Balkonien"
Wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Statistik-Austria-Zahlen zudem hervorgeht, gibt es auch viele Österreicher, die gar nicht verreisen. 2015 entschieden sich 1,76 Millionen der Über-15-Jährigen für "Urlaub auf Balkonien". Während 55,8 Prozent im vergangenen Sommer eine Urlaubsreise machten, blieben 44,2 Prozent zu Hause (2006: 45,6 Prozent).

Gut ein Viertel der Daheimgebliebenen hatte im Vorjahr einfach keine Lust, sie hatten "keine Beweggründe zum Verreisen". Ein Fünftel gab "gesundheitliche Gründe oder eingeschränkte Mobilität" als Grund an. Ebenfalls ein Punkt: Jeder Sechste kann sich eine Reise schlichtweg nicht leisten. Auch Zeitmangel ist für viele ein Problem - berufsbedingt, aber auch wegen familiärer Verpflichtungen.




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Dokument erstellt am 2016-06-23 14:59:05
Letzte Änderung am 2016-06-30 19:22:53


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