Vor Gericht

Daniel Bischof schreibt in seinen Reportagen aus dem Wiener Straflandesgericht über menschliche Tragödien, aber auch skurrile Dramen. Im Dossier "Vor Gericht" sind sie nachzulesen.

Vor Gericht

"Auf den Harntest scheiße ich"11

  • Psychotherapeut stellte falsche Drogentests aus. Sein Ex-Verein kooperiert seit 2006 mit Justiz.

Wien. Dieser Fall könnte noch einiges an Staub aufwirbeln: Am Donnerstag wurde am Wiener Straflandesgericht ein Psychotherapeut zu neun Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 5580 Euro verurteilt, weil er gegen Bezahlung falsche Drogentest ausstellte. Einzelrichterin Elisabeth Reich befand ihn wegen Begünstigung... weiter




- © Jochen Zick/Picturedesk

Schockbilder

Schock, Streit und Schwärzungen8

  • Frau erkannte ihren verstorbenen Mann auf Zigaretten-Schockbildern wieder. Sie klagte die "Wiener Zeitung". Chronik eines langwierigen Rechtsstreites. Samt zahlreichen Akteuren.

Wien. Wer ist der Mann auf den Fotos? In einem Zivilprozess am Handelsgericht Wien dreht sich alles um diese entscheidende Frage. Seit knapp zwei Jahren wird um ihre Beantwortung gerungen. Die Chronik eines langwierigen Gerichtsverfahrens - samt zahlreichen Akteuren. Mittwoch, 1. Juni 2016: In der "ZiB 2" moderiert Armin Wolf einen Beitrag an... weiter




Vor Gericht

"Ich habe halt nicht nachgedacht"11

  • Viereinhalb Jahre Haft für Ex-Volleyballtrainer. Er soll sechs Mädchen missbraucht haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Wien. Er leugnet - und gesteht dann doch. Er beschwichtigt - und bereut dann doch. Herr H. ist ein wankelmütiger Mann. Mal sagt er dies, mal jenes. "Ich bin Hetero. Ich stehe auf Ältere. Nicht auf Kinder", meint er anfangs. Nur zwanzig Minuten später gibt er zu: "Ja, ich bin pädophil." Seine pädophilen Neigungen bringen H... weiter




Vor Gericht

"Kleines Feuer" bestellt - große Explosion bekommen

  • Beim Prozess um angeblichen Brandanschlag auf eine Pizzeria zeigen sich die Angeklagten teilgeständig.

Wien. So hatte Herr K. sich das nicht vorgestellt. Unproblematisch hätte alles verlaufen, Geld hätte er bekommen sollen. Stattdessen saß der 43-Jährige am Donnerstag als Angeklagter vor dem Strafrichter. "Ich fühle mich, als wäre ich von den zwei Türken verarscht worden", sagte er. Gemeinsam mit anderen mutmaßlichen Mitgliedern einer... weiter




Die Entfernung der Gallenblase (siehe rotes Organ im Bild links) ist meist ein eher unkomplizierter Eingriff. - © fotolia

Vor Gericht

Restrisiko Verbluten17

  • Ein Patient starb bei Routineoperation. Die angeklagte Oberärztin wurde freigesprochen.

Wien. Es soll ein Routineeingriff werden. Am 11. September 2015 liegt Herr S. auf einem Operationstisch im Wiener Hartmannspital. Die Gallenblase soll dem 42-Jährigen entfernt werden. Eine geübte Chirurgin und Oberärztin - Jahrzehnte ist sie schon im Geschäft - ist dafür zuständig. Doch etwas geht schief... weiter




Der Terminal Tower in Linz. - © apa/Rubra

Buwog-Prozess

Ein Turm, ein Zwerg und viele Fragen

  • Der Linzer Terminal Tower steht nun im Fokus des Buwog-Prozesses. Kassierten Grasser und Co. Bestechungsgelder?

Wien. In der Buwog-Hauptverhandlung dreht sich seit Mittwoch alles um den Terminal Tower. 2006 hat sich das Finanzministerium in das Hochhaus neben dem Linzer Bahnhof eingemietet. Laut Anklage haben der damalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser und seine Vertrauten Bestechungsgelder für die Einmietung kassiert. 200... weiter




Die Frauen hätten freiwillig als Prostituierte gearbeitet, meint der Hauptangeklagte. Laut Anklage wurden sie dazu gezwungen. - © Getty/Drenner

Vor Gericht

"Die Männer haben sich eine ausgesucht"8

  • Prozess gegen angebliche Menschenhändler-Bande: Zwei Angeklagte erzählen zwei ganz unterschiedliche Versionen.

Wien. Ein Menschenhändler soll Herr H. sein. 77 junge Frauen aus China hat seine Bande laut Anklage mit falschen Versprechungen von Herbst 2011 bis 2016 nach Österreich gelockt. In Sex-Lokalen in Wien soll H. sie ausgebeutet und zur Prostitution gezwungen haben. Unter anderem wegen grenzüberschreitenden Prostitutionshandels und Schlepperei ist er... weiter




Die Frauen wurden laut Anklage zur Prostitution gezwungen, damit sie ihre angeblichen "Schulden" abbezahlen. - © getty/Edward Holub

Vor Gericht

Prozess um chinesische Sexstudios10

  • Eine Menschenhändler-Bande soll 77 junge Frauen aus China nach Österreich gelockt haben. In Wien wurden die Frauen laut Anklage zur Prostitution gezwungen. Die Angeklagten bestreiten das.

Wien. Wurden die jungen Frauen ausgebeutet? Zwang man sie zur Prostitution? Oder arbeiteten sie freiwillig? Um diese Fragen drehte sich am Dienstag ein Prozess am Wiener Straflandesgericht. Neun mutmaßliche Mitglieder einer chinesischen Menschenhändler-Bande hatten sich vor einem Schöffensenat zu verantworten... weiter




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