In seiner Antrittsrede bemühte sich Obama um einen versöhnlichen Ton. Er begann mit Dank an seinen Vorgänger Bush und formulierte viele stolze Rückblicke auf die amerikanische Geschichte und die Ideale der Gründerväter. Für die Zukunft sieht er Amerika vor vielen "ernsten Herausforderungen". Er zeigt sich aber überzeugt, dass Amerika als mächtigste Nation der Welt diese bestehen werde. Dem Ausland versprach er, dass Amerika als Führungsnation der Freund aller Nationen sein werde.

Politiker aus aller Welt sprachen im Zusammenhang mit Obamas Amtseinführung von einem großen Tag und betonten, dass es an diese Präsidentschaft besondere Erwartungen gebe.

Israels Präsident Shimon Peres hofft, dass der neue US-Präsident eine friedliche Lösung für alle Parteien im Nahen Osten bringen könne. Der Nahe Osten, Afghanistan und die Wirtschaftskrise sind auch für den britischen Premierminister Gordon Brown die zentralen Aufgaben Obamas; Brown versprach diesem eine enge Zusammenarbeit. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hofft auf gegenseitiges Zuhören und gemeinsames Handeln. Papst Benedikt XVI. forderte den neuen Präsidenten auf, sich für Kooperation und Frieden zwischen den Nationen einzusetzen. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso rief zur Verstärkung der transatlantischen Bindungen auf.

Irans Führung hofft auf einen Neuanfang der Beziehungen zu den USA unter Obama. Russland forderte den neuen Präsidenten zu einem Politikwechsel im Hinblick auf die Nato-Ambitionen der Ukraine und Georgiens auf.

Bundespräsident Heinz Fischer unterstrich die besonderen Erwartungen und Hoffnungen, die in die Präsidentschaft Obamas gesetzt werden und betonte, dass Österreich am Ausbau der traditionell guten Beziehungen inter-essiert ist.