Applaus: Soldaten in Kabul feiern Obama - © EPA
Applaus: Soldaten in Kabul feiern Obama - © EPA

Der Botschafter, der von Obamas Amtsvorgänger George W. Bush im Vorjahr nach Wien entsandt wurde, beantwortete die Frage, wie er den Augenblick der Amtseinführung des ersten schwarzen Präsidenten in der Geschichte der USA empfinde, mit den Worten: "Es ist eine wahrhaft großartige Zeit für mein Land. Das ist eine einzigartige Amtseinführung, die Verwirklichung des amerikanischen Traums." Sein Land sei in der Geschichte durch Schwierigkeiten gegangen, die durch die heutige Amtseinführung "hoffentlich für immer" überwunden seien, sagte Girard-diCarlo unter Hinweis auf die Überwindung der Sklaverei und die Durchsetzung der Bürgerrechte.

Als enger Verbündeter Washingtons im Kampf gegen den Terrorismus hat die pakistanische Regierung dem neuen US- Präsidenten Barack Obama zur Amtseinführung gratuliert. "Unter Ihrer Führung werden die Vereinigten Staaten zweifellos den Weg dahin anführen, die Herausforderungen zu bewältigen, vor denen die Menschheit steht", hieß es in einer am Mittwoch verbreiteten Mitteilung des pakistanischen Premierministers Yousuf Raza Gilani. Die US-Regierung unter Obamas Vorgänger George W. Bush hat in

der pakistanischen Bevölkerung in den vergangenen Jahren dramatisch an Zustimmung eingebüßt. Bush genoss in Umfragen zeitweise geringere Beliebtheit als Al-Kaida-Chef Osama bin Laden.

Jubel in Afrika

Der Tag, an dem der erste schwarze Präsident der USA auf den Stufen des Kapitols den Amtseid ablegte, war auch für die Afrikaner ein Grund zum Feiern. Tausende waren in den Slums von Nairobi, den Fischerdörfern am Viktoriasee oder den Touristenkneipen von Mombasa auf den Beinen. "Schon am frühen Abend wurde das Bier knapp", schildert ein Rundfunkreporter, der die Jubelfeiern in Kogelo, dem westkenianischen Heimatdorf der Obamas, miterlebte. "Wer einen Fernseher hatte, hat die Lautstärke hochgestellt, damit auch alle in der Nachbarschaft die Rede Obamas hören konnten", sagt Julius Savakaji, der in einem der Slums der kenianischen Hauptstadt lebt.

Die Begeisterung für Obama ist besonders groß in der Heimat seines Vaters, wo er nur noch als "Sohn Kenias" gilt, der es ins Weiße Haus geschafft hat - eine Erfolgsgeschichte, die nun eine ganze Generation inspiriert. Am Montag erschien in Kenia das Kinderbuch "Yes, we can", das die Lebensgeschichte Obamas erzählt.