The Boss als musikalischer Supporter: Bruce Springsteen sang für Barack Obama. - © AP / The News Leader, Pat Jarrett
The Boss als musikalischer Supporter: Bruce Springsteen sang für Barack Obama. - © AP / The News Leader, Pat Jarrett

Pop-Größen wie Bruce Springsteen, Sheryl Crow und Steve Wonder, die irische Band U2, Beyonce, Jon Bon Jovi und Shakira beteiligten sich an dem kostenlosen Freiluftkonzert.

Die Auswahl der Stars war allerdings nicht rein zufällig. So durfte etwa die US-Country-Größe Garth Brooks für Stimmung (wohl auch unter den zu Hause vor den TV-Geräten sitzenden Republikanern) sorgen. Andere, politisch aktivere und dadurch polarisierende Künstler wie Willie Nelson waren nicht dabei. Und auch Bob Dylan, der bei Bill Clintons Feier 1993 auftrat, kam nicht. Die amerikanische Musiklegende soll allerdings eine Einladung ausgeschlagen haben.

Mit dabei waren zahlreiche Schauspieler sowie Fernseh- und Sportstars, die historische Texte lasen und an US-amerikanische Ideale erinnerten. Golfgröße Tiger Woods würdigte als Sohn eines Soldaten die Leistungen der Streitkräfte. Schauspieler Jack Black hob die Naturschönheiten der USA hervor. Daneben traten die Hollywood-Stars Tom Hanks, Forest Whitaker, Denzel Washington und Laura Linney auf der mit Fahnen geschmückten Bühne vor dem Denkmal zu Ehren von Bürgerkriegspräsident Abraham Lincoln auf.

"Im Laufe unserer Geschichte haben nur wenige Generationen solch große Herausforderungen annehmen müssen wie wir jetzt", sagte Obama. "Unsere Nation steht im Krieg. Unsere Wirtschaft ist in der Krise." Er gebe nicht vor, dass es einfach sein werde, diese Herausforderungen zu meistern. "Es wird länger als einen Monat oder ein Jahr dauern, es werden bestimmt viele Jahre sein." Obama zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die USA wie schon in der Vergangenheit ihre Probleme überwinden würden.

Der künftige US-Präsident, der am Dienstag auf den Stufen des Kapitols voraussichtlich vor bis zu zwei Millionen Menschen den Amtseid ablegt, genoss das Mammutkonzert und das Staraufgebot sichtlich. Er sang den traditionellen Song "This Land Is Your Land" mit. Nach dem Konzert umarmte er die Sänger Jon Bon Jovi und Bono von U2, während er den Künstlern des Konzerts persönlich für die Auftritte dankte.

Der heutige Montag ist ein nationaler Feiertag, der traditionelle "Martin Luther King Day" zu Ehren des ermordeten Bürgerrechtlers. Obama will, dass dieser Tag wieder so begangen wird, wie er einst gedacht war: mit dem Dienst der Bürger an der Gemeinschaft. Der künftige Präsident selbst und seine Familie wollen sich an diesem Tag aktiv sozial betätigen. Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

In seiner mit Spannung erwarteten Antrittsrede am Dienstag will Obama engen Vertrauten zufolge vor allem an das Verantwortungsbewusstsein von Politik, Wirtschaft und Bürgern appellieren. Er werde dazu aufrufen, "eine Kultur, in der alles gestattet ist", eindeutig abzulehnen, sagte Obamas künftiger Stabschef im Weißen Haus, Rahm Emanuel, am Sonntag dem US-Fernsehsender NBC. Wie das Land wieder auf den rechten Weg gebracht werden könne, sei zudem eines der zentralen Themen der Rede, fügte Obamas Sprecher Robert Gibbs im Sender FoxNews hinzu.(APA, red)