Staatsoberhaupt

Der Präsident ist als Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten Inhaber des höchsten Staatsamts.

Er schließt im Namen der Vereinigten Staaten Verträge, die vom Senat mit Zweidrittelmehrheit ratifiziert werden müssen.

- Er entsendet Diplomaten der USA, ebenfalls Zustimmung des Senats, und empfängt Gesandte anderer Staaten offiziell.

- Er ernennt, wiederum mit Zustimmung des Senats, die Richter der Bundesgerichte, insbesondere die Richter des Obersten Gerichtshofs, und alle sonstigen Bundesbeamten. Die Befugnis zur Ernennung der sonstigen Bundesbeamten ist vom Kongress mit Ausnahme der wichtigsten Positionen weiterdelegiert worden.

- Der Präsident kann, wenn der Senat nicht versammelt ist, eine Person ernennen, selbst wenn dafür die Senatszustimmung erforderlich wäre (recess appointment). Diese Ernennung gilt jedoch nur bis zum Ende der Sitzungsperiode des Senates.

Regierungschef

Er führt das von ihm ernannte Kabinett. Dessen Mitglieder müssen vom Senat gebilligt werden. Zusätzliche politische Berater gehören dem Executive Office an. Der Präsident besitzt im Kabinett eine vollständige Richtlinienkompetenz, da er einen Minister (secretary) jederzeit entlassen kann. Der Präsident hat dem Kongress von Zeit zu Zeit Bericht über die Lage der Nation zu erstatten. Dies geschieht meist mit einem jährlichen Bericht zur Lage der Nation (State of the Union Address).

Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte

Der Präsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte sowie der Milizen der Bundesstaaten, sofern sich diese im Einsatz für den Bund befinden. Obwohl das Recht zur Kriegserklärung nach Artikel I Abschnitt 8 der Verfassung dem Kongress zusteht, kann der Präsident den Truppen selbständig nahezu alle Befehle erteilen, solange er nicht formal einen Krieg erklärt und gewisse parlamentarische Kontrollrechte wahrt.

Den Einsatz von Atomwaffen kann die National Command Authority (NCA) geben. Sie wird vom Präsidenten und dem Verteidigungsminister gemeinsam gebildet. Der Einsatz kann nur beschlossen werden, wenn beide unabhängig voneinander gemeinsam dafür stimmen. Bei einem Ausfall rückt der jeweiligen Vertreter nach.

Präsident und Kongress

Als Verkörperung der Exekutive hat er formal keine Möglichkeit, dem Kongress Gesetzesvorhaben vorzulegen. In der Praxis werden daher vom Präsidenten geförderte Gesetzentwürfe von dem Präsidenten nahestehenden Abgeordneten in die zuständige Kammer eingebracht. Außerdem kann der Präsident durch informelle Einflussnahme, unter anderem auch durch seine Rede zur Lage der Nation, Entscheidungen des Kongresses in die von ihm gewünschte Richtung zu lenken versuchen.

Der Präsident kann gegen eine Mehrheit im Kongress regieren, ist dann jedoch in seinen Gestaltungsmöglichkeiten stark beschränkt.

Stimmt er mit der Linie des Kongresses überhaupt nicht überein, so kann er gegen ein Gesetz ein Veto einlegen, das vom Kongress nur mit Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern zurückgewiesen werden kann. Der Präsident kann jedoch unter keinen Umständen den Kongress auflösen. Hingegen kann der Präsident im Rahmen eines Impeachment-Verfahrens vom Kongress seines Amtes enthoben werden. Dieses Verfahren ist strafrechtlicher Natur. Eine politische Möglichkeit, den Präsidenten seines Amtes zu entheben, gibt es nicht.

(Quellen: Wikipedia u.a.)