Den Demokraten missfällt, dass die beiden Top-Geheimdienstler öffentlich die umstrittenen Verhör- und Ermittlungsmethoden der Regierung des scheidenden Präsidenten George W. Bush im Anti-Terror-Kampf unterstützten. Ein Vertreter der Demokraten im Geheimdienst-Ausschuss des Senats sagte der Zeitung, über das Schicksal von Hayden und McConnell bestehe Einigkeit.

Die "Washington Post" berichtete weiter, Hayden und McConnell wollten auf ihren Posten bleiben. In den US-Medien kursierten bereits Namen für mögliche Nachfolger, unter ihnen der republikanische Senator Chuck Hagel und John Brennan, ein früherer CIA-Mitarbeiter und Obamas Geheimdienst-Berater.

Das Team des künftigen US-Präsidenten Barack Obama bereitet nach eigenen Angaben die Schließung des US-Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba vor. "Das ist eine komplizierte Angelegenheit", sagte John Podesta, der für Obama die Präsidentschaft vorbereitet. Bisher sei noch keine Entscheidung getroffen worden. Aufgabe des Übergangsteams sei es, die Sache voranzutreiben. Die Umsetzung erfolge durch die neue Regierung.

Die Schließung des international umstrittenen Gefangenenlagers gehört zu Obamas Wahlversprechen. Menschenrechtsgruppen fordern, das Versprechen schnell zu erfüllen. Dazu muss jedoch geklärt werden, wohin die Insassen gebracht werden und wie ihnen der Prozess gemacht werden soll. Insgesamt sitzen in Guantanamo noch rund 250 Gefangene ein, nur rund 20 von ihnen sind angeklagt.

Die radikalislamischen Taliban forderten Obama zu einer Änderung der amerikanischen Außenpolitik und zum Abzug der Truppen aus Afghanistan und dem Irak auf. Die Wahl Obamas zeige, dass die Amerikaner "die jämmerlichen und unmenschlichen Kriege" in beiden Ländern nicht länger fortsetzen wollten, hieß es auf einer häufig von den Taliban genutzten Website.

Eine Verbesserung der Beziehungen zu den USA erwartet sich nach der Wahl Barack Obamas auch der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko.