Tatsächlich können sich noch viele Afroamerikaner an die Zeiten der eklatanten Ungleichbehandlung erinnern und die Geschichte der Schwarzen in den USA hat wahrhaft mehr als nur ein dunkles Kapitel.

Auf Sklavenschiffen einst ins Land gebracht, ist die Diskriminierung dieser Bevölkerungsgruppe auch heute noch nicht überwunden. Als Barack Obama 2004 in den Senat einzieht, ist er der einzige Schwarze in der honorigen Kammer.

Im Jahr 1896 legte der Oberste Gerichtshof der USA fest, dass getrennte Einrichtungen und Dienstleistungen für Schwarze und Weiße zulässig sind. Die Südstaaten richten separate, aber keinesfalls gleichwertige Einrichtungen für Afroamerikaner ein. Es folgt eine strikte Trennung in öffentlichen Verkehrsmitteln, Theatern, in Fahrstühlen und auf Friedhöfen. Zu einer Verbesserung der sozialen Lage der Schwarzen kommt es nach dem Zweiten Weltkrieg - wenn auch nur zögerlich. Im Jahr 1949 hob Präsident Harry Truman die Rassentrennung in der US-Armee auf, 1954 wird die Rassentrennung in Schulen abgeschafft.

Ein Schlüsseljahr der Bürgerrechtsbewegung ist das Jahr 1955: Die Schneiderin Rosa Parks weigert sich, ihren Platz im Bus einem Weißen zu überlassen. Sie wird verhaftet, es kommt zu massiven Protesten, wobei der schwarze Baptistenprediger Martin Luther King zu einer Führungsfigur wird. Graduell verbessert sich jetzt die Situation der Afroamerikaner, doch 1969 sind nicht mehr als neun der insgesamt 435 Mitglieder im US-Repräsentantenhaus Schwarze. 1973 erhalten erstmals US-Metropolen - Los Angeles, Atlanta und Detroit - schwarze Bürgermeister.

1989 gibt es mit Colin Powell den ersten schwarzen Armee-Oberbefehlshaber. Einer Sensation kommt es gleich, als 2005 Condoleezza Rice zur Außenministerin aufstieg. Als Schwarze und als Frau gehört sie immerhin gleich zwei diskriminierten Gruppen an.