Barack Obama braucht Inspiration: Er darf etwa 7000 Posten mit Amtsträgern seiner Wahl besetzen. Foto: epa
Barack Obama braucht Inspiration: Er darf etwa 7000 Posten mit Amtsträgern seiner Wahl besetzen. Foto: epa

Auch während der nächsten Wochen wird Obama nicht viel Zeit für Schlaf und Familienleben bleiben, denn der designierte US-Präsident bereitetet sich auf seine Amtsübernahme im Weißen Haus vor. Nach seinem historischen Sieg ernannte er ein Übergangsteam, das den Regierungswechsel vorbereiten soll und in dem auch enge Mitarbeiter des früheren demokratischen Präsidenten Bill Clinton vertreten sind. Mit mehreren tausend Personalentscheidungen haben Obama und sein Team viel Arbeit vor sich.

Den Job des Stabschefs im Weißen Haus soll Obama laut "New York Times" dem Kongressabgeordneten Rahm Emanuel angeboten haben (siehe untenstehenden Artikel). Besondere Bedeutung wird in Zeiten der Finanzkrise die Besetzung von Obamas Wirtschaftsteam haben. "Es ist das erste Mal, dass der Wirtschaftsminister fast genauso wichtig sein wird wie der Außenminister", sagte Politik-Experte David Gergen.

Der scheidende Finanzminister Henry Paulson sagte Obama eine enge Zusammenarbeit zu, um angesichts der tiefen Wirtschaftskrise einen nahtlosen Regierungswechsel zu gewährleisten. Im Finanzministerium wurden Büros eingerichtet, wo die Mitglieder des von Obama geplanten Expertenteams für den Kampf gegen die Wirtschaftskrise sofort ihre Arbeit aufnehmen können. Der künftige Präsident soll möglicherweise aktiv an dem G-20-Gipfel zur weltweiten Finanzkrise am 15. November mitwirken.

Am Donnerstag war ein Treffen Obamas mit den Chefs der Geheimdienste geplant.

Das Übergangsteam wird von dem früheren Clinton-Mitarbeiter John Podesta, der Obama-Beraterin Valerie Jarrett und Pete Rouse, Obamas Stabschef im Senat, geleitet. Obama werde direkt über die Schritte informieren, die er bis zu seiner Amtsübernahme am 20. Jänner nehmen wird, sagte Jarrett.