Bei der Wahl von 35 der 100 Sitze im Senat gelang es demokratischen Kandidaten, entscheidende Mandate zu erobern, die bisher von den Republikanern gehalten wurden. Allerdings verfehlten sie ihr angestrebtes Ziel - 60 Sitze - knapp. Die Demokraten dürften von den Republikanern sechs oder sieben Sitze gewinnen, nicht aber die erhofften neun, um auf 60 der 100 Mandate zu kommen. In diesem Fall wäre den Republikanern die Möglichkeit versperrt gewesen, Gesetze durch Dauerreden, sogenanntes Filibustern, zu verhindern.

Zu den Verlierern bei den Republikanern gehören die bisherigen Senatoren Elizabeth Dole in North Carolina und John Sununu in New Hampshire. Außerdem gewannen demokratische Kandidaten in Virginia und New Mexico, wo die bisherigen republikanischen Amtsträger nicht mehr antraten. Zu den Siegern der Senatswahl gehört auch der demokratische Vizepräsidentschaftskandidat Joe Biden, der in Delaware für eine siebente Amtszeit wiedergewählt wurde.

Bisher hatten Demokraten und Republikaner im Senat jeweils 49 Sitze. Zwei Mandate wurden von parteilosen Politikern gehalten, die bei Abstimmungen meist auf Seiten der Demokraten waren. (APA)