Bereits kurz nach Öffnung der Wahllokale für die US-Präsidentschaftswahl sind in den Staaten entlang der Ostküste erste Probleme aufgetaucht. So mussten die Wähler in einigen Wahlkreisen in New Jersey auf Wahlzettel aus Papier ausweichen, weil die Wahlcomputer nicht funktionierten.

Auch aus mehreren Bezirken um die Hauptstadt von Virginia, Richmond, wurden Probleme mit Wahlmaschinen und Computern gemeldet.

Riesige Wahlbeteiligung

Allgemein wird mit einer Rekordbeteiligung bei den Wahlen gerechnet. Im Vorfeld ließen sich 7,3 Prozent mehr Wähler für die Abstimmung registrieren als vor vier Jahren.

In New York erklärte eine Sprecherin der Wahlkommission, die Menschen hätten sich in einigen Wahlkreisen schon gegen 04.00 Uhr früh (Ortszeit) angestellt, um lange Wartezeiten vor der Präsidentenwahl zu vermeiden.

In den Bundesstaaten Ohio und Virginia hatten schon lange vor Wahlschluss mehr Wähler ihre Stimmen abgegeben als je zuvor. Ohio ist einer der battleground states, und die hohe Beteiligung dürfte vor allem Obama zugute kommen. Auch aus Indiana wurden lange Schlangen vor den Wahllokalen gemeldet.

Frühe Stimmen

Schon vor dem Wahltag haben diesmal auch 29 Millionen Bürger in 30 der 50 US-Staaten die Möglichkeit genutzt, ihre Stimme abzugeben. Die hohe Beteiligung an diesem "Early Voting" wurde als Vorteil für Obama betrachtet. Wahlberechtigt waren am Dienstag insgesamt 213 Millionen Bürger.

Das Procedere

Gewählt werden 538 Wahlmänner in den 50 einzelnen Staaten sowie im Hauptstadtbezirk Washington D.C. Derjenige Kandidat, der in einem Staat die meisten Stimmen bekommt, erhält alle Wahlmännerstimmen dieses Staates. Sobald ein Kandidat mindestens 270 Wahlmännerstimmen gesammelt hat, ist die Wahl entschieden.

Video: Washington D.C., 7 Uhr morgens