Um Präsident zu werden, muss ein Kandidat die Stimmen von mindestens 270 Wahlmännern erreichen.

In Nevada sagte die Umfrage Obama einen Vorsprung von fünf bis 13 Prozentpunkten voraus, in North Carolina sowie Ohio vier bis sieben Punkten. In Virginia liegt der Senator von Illinois demnach sieben bis zwölf Punkte in Führung. Auf nationaler Ebene lag Obama in allen Umfragen der vergangen Tage deutlich vorn.

Die in Bedrängnis geratenen Republikaner versuchen nun im Endspurt des Wahlkampfes auf die Angst vor dem Kommunismus zu setzen. Ihr jüngster Wahlkampfhit ist ein Sticker mit dem Obama-Wahlkampf-Slogan "Change" auf einem grellroten Sowjetstern, in dem der Buchstabe "g" durch Hammer und Sichel ersetzt ist. John McCain wirft Obama in seinen Wahlkampfauftritten sozialistische Umverteilungspolitik vor.

Obama seinerseits wies darauf hin, dass auch McCain seinerzeit die Steuerkürzungen von Präsident George W. Bush abgelehnt habe und stellte die rhetorische Frage: "War John McCain also damals ein Sozialist?"

Immer stärker in Bedrängnis gerät McCains-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin wegen einer Rechnung über 150.000 Dollar für ihre Ausstaffierung während des Wahlkampfes auch im eigenen politischen Lager.

Allein für die Garderobe der Gouverneurin von Alaska seien im September rund 125.000 Dollar ausgegeben worden, berichtete die Online-Zeitung "Politico" unter Berufung auf Dokumente der Partei. Friseurbesuche und Make-up hätten überdies mit mehr als 4700 Dollar zu Buche geschlagen. Daneben seien noch weitere Kosten für Palins Erscheinungsbild aufgelaufen.