Im Wahlkampfteam der US-Republikaner sind nach einem Medienbericht interne Streitigkeiten um Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin ausgebrochen.

Die Webseite berief sich auf vier Menschen aus dem engen Umfeld Palins. Demnach ist die Gouverneurin von Alaska erbost über Äußerungen aus dem republikanischen Beraterstab über einige ihrer verbalen Entgleisungen. Die Vize-Kandidatin sei deshalb mehr und mehr entschlossen, die Ratschläge der Berater nicht mehr zur berücksichtigen. Ein Vertreter der Republikaner sagte laut Politico, Palin habe bereits mehrere Erklärungen in ihrem Wahlkampf im Alleingang getroffen.

Palin ist zunehmend zur Belastung für McCain geworden, der bei Umfragen deutlich hinter seinem demokratischen Rivalen Barack Obama zurückliegt. Unter anderem steht die Gouverneurin von Alaska unter dem Verdacht, ihre Macht missbraucht zu haben, als sie ihren Sicherheitschef entließ. Ein Untersuchungsausschuss hatte befunden, dass die Gouverneurin den Mann drängte, einen Polizisten zu entlassen. Der Polizist war mit Palins Schwester verheiratet und befand sich damals in einem äußerst kontroversen Scheidungsverfahren. Auch die Affäre um Palins teure Garderobe während des Wahlkampfs macht den Republikanern zu schaffen. (APA)