Barack Obamas Großmutter Madelyn Lee Payne Dunham ist erkrankt (Archivfoto von 1979). - © AP
Barack Obamas Großmutter Madelyn Lee Payne Dunham ist erkrankt (Archivfoto von 1979). - © AP

Obama sagte eine Reihe von Wahlkampfveranstaltungen ab, die für Donnerstag geplant waren, um nach Hawaii zu fliegen. Er will am Samstag in die USA zurückkehren.

Obama spricht im Wahlkampf oft von seiner Großmutter, die ihn gemeinsam mit seinem Großvater und seiner Mutter in Hawaii erzog und die am Sonntag 86 Jahre alt wird. Sie arbeitete im Zweiten Weltkrieg in einer Fabrik für Bombenflugzeuge und stieg danach in einer Bank von einer Sekretärin zu einer Vizepräsidentin auf. Nach Angaben eines Obama-Sprechers hat sich ihr Gesundheitszustand in den vergangenen Tagen gravierend verschlechtert.

Um acht Punkte vorn

Barack Obama hat seinen Vorsprung vor dem republikanischen Kandidaten John McCain weiter ausgebaut. Wie aus einer Dienstag veröffentlichten Reuters/C-Span/Zogby-Umfrage hervorgeht, führt Obama mittlerweile mit acht Punkten bei 50 Prozent vor McCain mit 42 Prozent. Am Montag hatte der Vorsprung Obamas sechs Punkte betragen. "Das war ein weiterer großer Tag für Obama", sagte Meinungsforscher John Zogby. Gleichzeitig warnte er vor voreiligen Schlüssen. In zwei Wochen könne sich noch einiges ändern.

Powell-Effekt

Die Zustimmung für den Demokraten nahm vor allem bei den parteiunabhängigen Wählern zu, hier liegt er der Erhebung zufolge nun mit 15 Punkten vor McCain. Bei den Frauen baute der Demokrat seine Führung von acht auf 13 Punkte aus. Auch bei den Republikaner-Anhängern machte er Boden gut und kann derzeit auf die Unterstützung von zwölf Prozent dieser Wählergruppe zählen, verglichen mit zuvor neun Prozent. "Vielleicht ist das der Powell-Effekt", sagte Zogby und spielte damit auf den republikanischen Ex-Außenminister Colin Powell an, der Obama am Wochenende den Rücken gestärkt und ihn als eine Figur der Umgestaltung bezeichnet hatte.

Landesweite Umfragen sind in den USA nur ein grobes Maß, weil der Präsident nicht direkt vom Volk, sondern indirekt über Wahlmänner nach getrennten Abstimmungen in den einzelnen Bundesstaaten bestimmt wird. Für die insgesamt drei Tage umfassende Erhebung wurden über 1000 Personen befragt. (APA)