Das hinderte etwa 10.000 Gegner Bushs nicht daran, mit Anti-Kriegs-Parolen durch die Stadt zu ziehen. Bei Krawallen am Rande der Demonstration nahm die Polizei, die Tränengas und Pfefferspray einsetzte, mehr als 250 Menschen fest. Einige Demonstranten bedrängten Delegierte des Parteitags auf dem Weg zum Tagungsort im "Xcel Energy Center". Sie schlugen Fensterscheiben ein, schlitzten Autoreifen auf und warfen Flaschen.

Im Sturmeinsatz

Bush besuchte Einsatzzentren im Süden der USA. Der designierte Präsidentschaftskandidat John McCain war ebenfalls im Sturmeinsatz, er packte in Waterville in Ohio Notpakete zur Versorgung von Sturmopfern.

Normalerweise hätten die Parteitagsdelegierten die Fähigkeiten des 72-jährigen McCain in den höchsten Tönen gepriesen und vor der Wahl seines demokratischen Rivalen Barack Obama gewarnt, der ein Linker sei, der die Steuern erhöhen wolle. Stattdessen machten sich die Republikaner unter Führung von First Lady Barbara Bush und McCains Frau Cindy daran, Geld für die Opfer von Gustav zu sammeln. Die Demokraten, die wie vorige Woche die Republikaner bei ihrem Parteitag zur "Gegnerbeobachtung" angereist waren, warnten ihrerseits vor der Wahl McCains. Das würde auf so etwas wie eine dritte Amtszeit Bushs hinauslaufen, dessen Zustimmungsrate bei gerade einmal 30 Prozent liegt.

Der einstige Vietnam-Veteran McCain soll am Mittwoch offiziell zum Kandidaten für die Präsidentenwahl am 4. November gekürt werden.