Vielen noch in Erinnerung ist der Konvent in Chicago 1968. Wegen des Vietnamkrieges boten die Delegierten ein Bild tiefer Zerstrittenheit. Der "Falke" Hubert Humphrey, amtierender Vizepräsident unter Lyndon B. Johnson, besiegte die "Vietnam-Taube" Eugene McCarthy, unterlag jedoch später dem Republikaner Richard Nixon. Vor dem Tagungsgebäude spielten sich schwere Straßenschlachten ab.

Mit dem erklärten Kriegsgegner George McGovern an der Spitze gewannen die liberalen Kräfte der Partei 1972 in Miami die Oberhand. Präsident blieb der Republikaner Nixon.

Der Kongress von 1976 in New York ging in die Geschichte der Demokraten ein, weil der Kandidat Jimmy Carter als Gouverneur von Georgia viele Südstaatler ins demokratische Lager holen konnte. In seiner vierjährigen Amtszeit als Präsident vermochte Carter die wirtschaftlichen Probleme und die allgemeine Vertrauenskrise jedoch nicht zu beheben. 1980 eroberten die Republikaner mit Ronald Reagan das Weiße Haus und behaupteten sich dort zwölf Jahre.

Mit John F. Kennedy hatten die Demokraten 1960 in Los Angeles zum zweiten Mal einen Katholiken aufgestellt - trotz großer Vorbehalte in den USA gegen die römisch-katholische Kirche. In der Wahl besiegte Kennedy den damaligen Vizepräsidenten Nixon und gewann das Präsidentenamt.

Der erste katholische Kandidat war 1928 Al Smith gewesen. Viele Südstaatler wandten sich nach dem Kongress in Houston von der Partei ab. Der Gouverneur von New York unterlag schließlich dem Republikaner Herbert Hoover.

1924 spielte der damals politisch einflussreiche Geheimbund Ku-Klux-Klan eine wichtige Rolle. Die Sympathisanten des Klans konnten in New York eine Verurteilung ihrer Organisation verhindern. Es dauerte zwei Wochen, bis John W. Davis für das Präsidentenamt nominiert wurde. Als hoher Regierungsbeamter hatte er sich mehrfach für die Rechte der Schwarzen eingesetzt.

Als James Cox 1920 in San Francisco gekürt werden sollte, waren dafür mehr als 40 Abstimmungen nötig. Cox verlor die Präsidentenwahl. Sein Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten war Franklin D. Roosevelt, der die USA von 1933 bis 1945 regierte.