Das hatten die Organisatoren für den ersten Tag der Parteiversammlung, am Montag, geplant. Dafür sorgen sollten die Rede seiner Frau Michelle, die von deren Bruder Craig Robinson, einem Basketballtrainer, und die von Obamas Halbschwester Maya Soetoro-Ng aus Hawaii, einer Geschichtslehrerin. Obama stammt aus armen Verhältnissen, hat sich bis zur Harvard-Universität hochgearbeitet und ist doch nicht abgehoben - so wollen es die Strategen dem Publikum vermitteln. 20 Millionen Menschen werden Schätzungen zufolge den Parteitag im Fernsehen verfolgen.

Ein wichtiger Aspekt des Parteitags wird es sein, den republikanischen Gegner John McCain als abgehobenen Washington-Insider und Verlängerer der Politik von US-Präsident George W. Bush darzustellen.

Da der republikanische Bewerber zuletzt in einem Interview nicht sagen konnte, wie viele Häuser er und seine wohlhabende Frau Cindy besitzen, wird einige Kritik für ihn abfallen. Wahlstrategen zufolge sind die Nähe zu Bush und der vorgeblich abgehobene Lebensstil der McCains die schwächsten Punkte des Republikaners, mit denen die Demokraten gut auf Wählerfang gehen können.

Vizepräsidentschaftskandidat Joe Biden wird am Mittwoch zum Angriff blasen, dabei muss er sich aber auch Mühe geben, den Auftritt des vor ihm sprechenden Bill Clinton zu übertrumpfen.