Auf einer Veranstaltung in Washington werde sie allen für die Arbeit danken, die sie in den 16 Monaten des Vorwahlkampfs geleistet hätten. Nach den Abstimmungen am Dienstag war Clinton unter massivem Druck geraten, den Weg für einen gemeinsamen Kampf gegen den republikanischen Kandidaten John McCain freizumachen.

"Ich habe während des gesamten Wahlkampfs gesagt, dass ich Senator Obama kräftig unterstützen würde, wenn er Kandidat der Demokratische Partei werden sollte", schrieb Clinton. "Ich habe vor, dieses Versprechen zu halten." Der Vorwahlkampf sei lang und hart gewesen. Aber sie habe immer gesagt, dass ihre Differenzen mit Obama klein wären im Vergleich zu denen mit McCain. "Ich werde am Samstag darüber reden, wie wir die Partei hinter Senator Obama vereinigen können. Es geht um zu viel, die Aufgabe ist zu wichtig, um etwas anderes zu tun."

Clinton hat noch nicht erklärt, ob sie ihre Kandidatur offiziell aufgeben oder nur ruhen lassen will. Die zweite Variante würde es ihr erlauben, weiter Spenden zu sammeln und so ihre millionenschweren Schulden abzubauen.

Obama hatte bereits in der Nacht auf Mittwoch die Kandidatur für sich beansprucht. Für ihn stellt sich als nächstes die Frage, wer sein Kandidat für den Posten des Vize-Präsidenten werden soll. Auch Clinton wird als Bewerberin diskutiert. Obama setzte eine dreiköpfige Gruppe ein, um Vorschläge zu erarbeiten. Darunter ist auch Caroline Kennedy, Tochter des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy. (Reuters)