Das Treffen habe aber nicht wie berichtet in Clintons Haus in Washington stattgefunden. Den Ort oder konkrete Inhalte der Gespräche nannte der Sprecher zunächst nicht.

Bei der Besprechung seien nur die zwei Senatoren und wenige Wahlkampfhelfer anwesend gewesen, berichtete der US-Sender CNN. In der "New York Times" hieß es, dass das Treffen mit Obama von Clinton ausgegangen sei, nachdem sich zuvor ihre Berater einen Tag lang ausgetauscht hätten.

In Medien wird spekuliert, dass Obama Clinton als Kandidatin für das Amt des US-Vizepräsidenten auswählen könnte. Obama hatte gesagt, dass der Auswahlprozess Zeit in Anspruch nehmen werde. Clinton selbst bemüht sich nach Angaben ihres Wahlkampfteams aber nicht mehr um die Kandidatur für das Amt der Vizepräsidentin unter Obama. "Sie strebt nicht nach der Vizepräsidentschaft und niemand spricht für sie außer sie", sagte Clintons Sprecher Howard Wolfson. Die Wahl liege allein bei Senator Obama.

Am Mittwoch hatte Clinton nach einem monatelangen Vorwahlkampf das Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten zugunsten Obamas aufgegeben. Die ehemalige First Lady will am Samstag ihren Verzicht auf das Weiße Haus offiziell bekanntgeben und den Spitzenkandidaten Obama unterstützen.

Sie werde auch Spenden für Obama sammeln, erklärte Clinton nach Angaben von Gewährsleuten vor Geldgebern. Das Geld solle Obama und der Demokratischen Partei zugute kommen, die sich nun für den Wahlkampf mit dem Republikaner John McCain rüsten müssten. Ihre Berater schätzen, dass Clinton 50 Millionen bis 100 Millionen Dollar (bis 65 Mio Euro) für den Wahlkampf sammeln kann - und es könnten deutlich mehr sein, wenn sie als seine Vizekandidatin antreten würde.

Clinton hat bei ihrer gescheiterten Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur Schulden von mehr als 30 Millionen angehäuft. Darunter sind auch elf Millionen Dollar, die sie selbst ihrem Wahlkampfteam geliehen hat, wie Berater am Donnerstag erklärten.

Der Vorsitzende Howard Dean hat sich schon an einige Großspender von Clinton gewandt und sie aufgefordert, nun bitte die Vorwahlen zu vergessen und Obama zu unterstützen. Er habe sie gebeten, so schnell wie möglich die Kampagne von Obama zu unterstützen, sagte Steve Grossman, ein früherer Parteivorsitzender und Clinton-Anhänger.