Obama konzentriert sich aber schon voll auf den designierten republikanischen Kandidaten John McCain und hat nach eigenen Angaben 37 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) für den Wahlkampf gesammelt.

Obama sagte bei einer Veranstaltung im Staat Iowa, die Nominierung sei jetzt zum Greifen nahe. Clinton betonte, sie werde im Rennen bleiben und wolle, dass jede Stimme gezählt werde. Beide Bewerber lobten sich gegenseitig und riefen die Demokraten zur Einigkeit auf. Dies wurde als Zeichen gewertet, dass innerparteiliche Wettstreit bald beendet werden könnte.

Nach einer Zählung der Associated Press gewann Clinton in beiden Staaten insgesamt mindestens 37 Delegiertenstimmen und Obama mindestens 23. Nach dieser Rechnung waren noch 43 Stimmen in Oregon zu vergeben, die meisten davon wohl an Obama.

Der Senator aus Illinois kommt nach vorläufigen Zahlen auf 1.940 Delegiertenstimmen und ist damit sehr nahe an der benötigten Zahl von 2.026. Clinton kommt auf 1.759. Hochrechnungen zufolge gewann Obama im Westküstenstaat Oregon mit 60 Prozent, während Clinton in Kentucky 65 Prozent verbuchen konnte. Fast neun von zehn Stimmen wurden in dem ländlich geprägten Staat von weißen Wählern abgegeben. Clinton besiegte den schwarzen Politiker Obama in allen Alters-, Einkommens- und Bildungsklassen.

Nach Zählung von US-Medien hat sich Obama die absolute Mehrheit jener Delegierten gesichert, die auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten im Spätsommer in Denver an das Votum der Staaten gebunden sind. Zünglein an der Waage sind aber die knapp 800 sogenannten Superdelegierten. Sie dürfen Kraft ihres Amtes, etwa als Senator oder Abgeordnete, über den Kandidaten ihrer Partei befinden und sind in ihrer Entscheidung völlig frei.

Unterdessen wird in der Demokratischen Partei bereits diskutiert, einen führenden Wahlkampfhelfer Obamas, Paul Tewes, mit der Kampagne im Herbst zu beauftragen. Der designierte Kandidat der Republikaner, McCain, steht lange fest und konzentriert sich bei seinen Angriffen bereits auf Obama. (APA)