Tochter Chelsea und Ehemann Bill freuen sich auch über den knappen Sieg Hillary Clintons bei den Vorwahlen in Indiana. In North Carolina lief es nicht so gut. Foto: ap
Tochter Chelsea und Ehemann Bill freuen sich auch über den knappen Sieg Hillary Clintons bei den Vorwahlen in Indiana. In North Carolina lief es nicht so gut. Foto: ap

Obama baute mit den beiden Abstimmungen seinen Vorsprung bei den Delegiertenstimmen auf 1836 zu 1681 aus. Clinton verpasste bei den beiden Vorwahlen die Chance, sich mit zumindest einem souveränen Sieg den dringend erhofften psychologischen Vorteil im Ringen um die Gunst der knapp 800 ungebundenen Superdelegierten zu verschaffen. Diese werden wegen des knappen Rennens mit ihrem Votum letztendlich den Ausschlag geben, wer für die Demokraten im November in die Präsidentschaftswahl zieht.

2025 der 4049 Delegiertenstimmen sind für die Nominierung erforderlich. Mit 72 bzw. 115 Delegiertenstimmen waren Indiana und North Carolina die beiden letzten großen Staaten, in denen Vorwahlen abgehalten wurden. In den ausstehenden Vorwahlen sind nur noch 217 Delegierte zu vergeben.

Hillary Clinton braucht mehr Spenden

Clintons hauchdünner Sieg in Indiana stand erst Stunden nach Schließung der Wahllokale fest. Sie kam auf 51 Prozent, Obama auf 49. In North Carolina landete Clinton mit 42 Prozent 14 Punkte hinter ihrem Rivalen. Dennoch beteuerte sie, an ihrer Bewerbung festzuhalten. "Jetzt geht es mit Volldampf zum Weißen Haus", rief sie ihren Anhängern in Indianapolis zu. "Ich werde nie aufhören, für Euch zu kämpfen", versprach die Senatorin. Eindringlich bat die New Yorker Senatorin um Spenden, um im innerparteilichen Wettstreit mit Obama wettbewerbsfähig bleiben zu können. Obama konnte bisher erheblich mehr Spenden lukrieren als Clinton.

"Heute Abend sind wir nur noch weniger als 200 Delegiertenstimmen von der sicheren Nominierung entfernt", rief Obama vor begeisterten Anhängern in Raleigh in North Carolina. Die Wähler hätten sich für ehrliche Antworten auf die Herausforderungen Amerikas entschieden. "Wir haben gesehen, dass es möglich ist, die Politik des Spaltens und des Ablenkens zu überwinden, dass es möglich ist, die üblichen alten, negativen Angriffe zu überwinden", sagte der Kandidat sichtlich erleichtert. Auf keinen Fall dürfe McCain ins Weiße Haus einziehen und dort "die dritte Amtszeit von George Bush absolvieren", forderte Obama.