Auch Obamas innerparteiliche Rivalin Hillary Clinton verurteilte Wrights Äußerungen als "beleidigend und empörend". Wright hatte Anfang der Woche bei einem Auftritt im Nationalen Presseclub in Washington erklärt, die USA hätten sich die Terroranschläge vom 11. Septembers 2001 selbst zuzuschreiben. Man könne nicht mit terroristischen Mitteln gegen andere Völker vorgehen und erwarten, selbst davon verschont zu bleiben, sagte er auf Fragen nach früheren Äußerungen. Von der Kanzel hatte er außerdem gepredigt, die US-Regierung hätte das Aids-Virus geschaffen, um den Schwarzen zu schaden und dass die USA wegen der Unterdrückung der Schwarzen verdammt sein sollten.

"Er hat eine Karikatur aus sich selbst gemacht", sagte Obama nach dem Auftritt Wrights. Der dunkelhäutige Senator aus Illinois hat derzeit mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Seine innerparteiliche Rivalin hat mit ihrem relativ deutlichen Sieg bei der Vorwahl im US-Staat Pennsylvania wieder neuen Schub bekommen.

McCain darf antreten

Der US-Senat hat unterdessen den Weg für eine Kandidatur McCains offiziell frei gemacht. Die Senatoren stellten einstimmig die Wählbarkeit ihres Kollegen fürs höchste Staatsamt fest - obwohl der Präsidentschaftskandidat eigentlich nicht auf amerikanischem Staatsgebiet, sondern auf einem US-Marinestützpunkt in der Panama-Kanal-Zone zur Welt kam.