Wie die "New York Times" meldete, vertrat die heute 40-jährige Vicki Iseman die Interessen der Telekommunikationsbranche. Mitarbeiter von McCain, der in seinem Wahlkampf moralische Werte betont, hätten ihn 2000 jedoch überzeugen können, die Beziehung zu beenden, da sie negative Folgen für seine politische Karriere fürchteten, berichtete die Zeitung. McCains Helfer hätten Anweisung bekommen, Iseman bei öffentlichen Auftritten von dem Politiker fernzuhalten und ihr nur noch eingeschränkt Zugang zu seinen Büroräumen zu gestatten.

Die Angelegenheit ist auch deshalb unangenehm für McCain, weil er selbst immer wieder gegen Lobbyisten aufgetreten war.

McCains Wahlkampfmanagement wies den Bericht als falsch zurück und sprach von einer Schmutzkampagne. Hinter McCain lägen 24 Jahre, in denen er den USA ehrenhaft und integer gedient habe. Er werde nicht zulassen, dass eine Schmutzkampagne von den wirklichen Themen des aktuellen Vorwahlkampfs ablenke, sagte McCains Sprecherin Jill Hazelbaker.

Auslandsdemokraten stimmten für Obama

Mit 65,6 Prozent der Stimmen hat Barack Obama auch die Vorwahlen unter den US-Auslandsdemokraten für sich entschieden. Auf Hillary Clinton entfielen 32,7 Prozent. Die Auslandsdemokraten entsenden 22 Delegierte zum Nominierungsparteitag.