#Hilfe für den Gegner aus dem Jahr 2000

McCain war im Vorwahlkampf 2000 als Gegner Bushs aufgetreten und war nach einem klaren Wahlsieg in New Hampshire von der Wahlkampfmaschinerie des damaligen texanischen Gouverneurs vernichtet worden. Dabei hatten die Mitarbeiter Bushs auch nicht mit Schlägen unter die Gürtellinie gespart. So wurde unter anderem behauptet, McCain habe ein Kind mit einer dunkelhäutigen Prostituierten. In Wirklichkeit hatte das Ehepaar McCain ein Mädchen aus Bangladesch adoptiert.

In einer Rede beim Jahrestreffen der American Conservative Union richtete McCain, dem die republikanische Kandidatur kaum noch zu nehmen ist, heftige Angriffe auf die beiden demokratischen Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur, Hillary Clinton und Barack Obama. Er warf ihnen vor, durch einen Zeitplan für den Abzug aus dem Irak die Gefahren für die US-Sicherheit zu erhöhen.

Buh-Rufe für den Senator aus Arizona

McCain sprach vor dem Treffen der amerikanischen Konservativen Stunden, nachdem sein bisheriger Herausforderer Mitt Romney dort seinen Rückzug aus dem Vorwahlkampf bekanntgegeben hatte. Wie notwendig eine Aussöhnung mit dem konservativen Lager in der republikanischen Partei ist, zeigte nicht zuletzt der Empfang, der dem Senator aus Arizona bereitet wurde. Nachdem sein Auftritt angekündigt worden war, musste er erst einmal laute Buh-Rufe über sich ergehen lassen.

McCain tat dann auch alles, um die bestehenden Differenzen auszuräumen. "Es ist mir klar, dass ich mit meinen Anliegen keinen Erfolg haben werde und dass unsere Partei die Herausforderungen, die entweder Senator Clinton oder Senator Obama darstellen werden, nicht aufnehmen kann, ohne die Unterstützung der überzeugten Konservativen. Deren Überzeugung, Kreativität und Energie waren unerlässlich für den Erfolg, den unsere Partei in den letzten 25 Jahren hatte," sagte McCain.

Zwei weitere Debatten Clinton-Obama geplant

Während bei den Republikanern McCain so gut wie fix als Kandidat feststeht, geht bei den Demokraten der Zweikampf zwischen Hillary Clinton und Barack Obama weiter. Obama hat sich zu zwei weiteren Debatten mit Clinton bereiterklärt. Diese sollen vor dem 4. März stattfinden, wenn die Demokraten in den Bundesstaaten Ohio, Rhode Island, Texas und Vermont über die Kandidaten abstimmen. Eine Diskussionsrunde solle am 26. Februar in Cleveland, Ohio, stattfinden. Die zweite ist in Texas vorgesehen, wobei der Termin noch festgelegt werden muss. Clinton hatte fünf Debatten bis zum 4. März gefordert. Das lehnte Obama jedoch ab.