Bei den Vorwahlen in Florida war Giuliani unter den Republikanern weit abgeschlagen auf dem dritten Platz gelandet. Die vorangegangenen Vorwahlen hatte er dabei weitgehend ignoriert, um sich voll und ganz auf die Abstimmung im wichtigen Florida zu konzentrieren. Diese Rechnung ging aber offenkundig nicht auf. Damit läuft bei den Republikanern alles auf ein Duell zwischen McCain und Mitt Romney hinaus.

Bei den Demokraten hat sich ebenfalls das Feld der Bewerber gelichtet, nachdem der ehemalige Senator John Edwards das Handtuch geworfen hat. Hier machen nun Hillary Clinton und Barack Obama das Rennen unter sich aus. Eine Vorentscheidung dürfte am kommenden Dienstag fallen, wenn in 24 Bundesstaaten über die Kandidaten beider Parteien abgestimmt wird.

Nader will kandidieren

Der US-Verbraucherschützer Ralph Nader, den viele Demokraten für die Niederlage Al Gores bei den Präsidentschaftwahlen im Jahr 2000 gegen George W. Bush mitverantwortlich machen, will erneut versuchen, ins Weiße Haus einzuziehen. Nachdem John Edwards, der "Bannerträger des Populismus in der Demokratischen Partei" aus dem Rennen ausgeschieden sei, könnten benachteiligte Gruppen ein Interesse an seiner Kandidatur haben, meinte der Anwalt. Die demokratischen Präsidentschaftbewerber Hillary Clinton und Barack Obama seien beide "inakzeptabel".