Senatorin Hillary Clinton feiert ihren Sieg. - © Reuters
Senatorin Hillary Clinton feiert ihren Sieg. - © Reuters

Im Vorfeld hatte es weniger gut für Clinton ausgesehen. Nach dem dritten Platz in Iowa waren auch die Umfragewerte in New Hampshire nach unten gegangen. Unmittelbar vor dem Urnengang lag sie laut allen Prognosen hinter Obama.

Es war ein Sieg der Routiniers, was wohl auch an der Bevölkerungsstruktur von New Hampshire liegt. Clinton (60) und McCain (71) punkteten in einem Bundesstaat, in dem zwei drittel der Wähler über vierzig sind.

Beide Comeback Kids wurden von ihren Anhängern mit einem Enthusiasmus gefeiert, der die Aussagen politischer Kommentatoren, die Clinton und McCain bereits abgeschrieben hatten, Lügen strafte.

"Lasst uns zusammen Amerika zu einem Comeback verhelfen, so wie New Hampshire mir zu einem Comeback verholfen hat", sagte Hillary Clinton bei einer Feier in Manchester, der Hauptstadt des Bundesstaats.

Der 46-jährige Obama gestand seine Niederlage, betonte jedoch, er werde weiterhin um den Einzug ins Weiße Haus kämpfen. Auch der demokratische Ex-Senator John Edwards machte will im Rennen bleiben.

Die aktuellen Vorwahlen sind freilich nicht mehrheitsentscheidend, allerdings können die Sieger auf zusätzliche Unterstützung durch die Wähler und vor allem auf großzügige Spenden hoffen. Der erste wesentliche Termin ist die Vorwahl im bevölkerungsreichen Florida am 29. Jänner.

Sehr spannend wird es am 5. Februar, dem sogenannten "Super-Dienstag": An diesem Tag stehen in über 20 Bundesstaaten Vorwahlen an, darunter in Kalifornien, New York und New Jersey.

Ergebnis der Republikaner

- John McCain 37%

- Mitt Romney 32%

- Mike Huckabee 11%

- Rudy Giuliani 9%

- Ron Paul 8%

- Fred Thompson 1%

Ergebnis der Demokraten

- Hillary Clinton 39%

- Barack Obama 37%

- John Edwards 17 %

- Bill Richardson 5%

- Mike Gravel 1%

Stand der Delegiertenstimmen

- Barack Obama 25

- Hillary Clinton 24

- John Edwards 18

- Mike Huckabee 24

- Mitt Romney 18

- John McCain 10