Der dritte Bewerber der Demokratischen Partei, John Edwards, kam den Angaben zufolge auf 20 Prozent. Im Vergleich zu den Umfragewerten im Dezember legte er in der Wählergunst damit um fünf Prozentpunkte zu.

Bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat New Hampshire am Dienstag bahnt sich nach jüngsten Umfragen erneut eine Niederlage für Clinton an: Einer Reuters-Umfrage zufolge baute der 46-Jährige seinen Vorsprung im Bundesstaat New Hampshire auf die New Yorker Senatorin Hillary Clinton um 13 Punkte auf 42 Prozent aus. Clinton, die vorige Woche in Iowa überraschend abgeschlagen als Dritte ins Ziel gekommen war, konnte danach nur mit 29 Prozent rechnen. In einer Umfrage für die Sender CNN und WMUR hatte der Senator aus Illinois zehn Punkte Vorsprung vor der Senatorin aus New York.

Eine weitere Niederlage könnte für die New Yorker Senatorin das vorzeitige Aus für ihre Präsidentschaftsambitionen bedeuten. Clinton versicherte aber ihren Anhängern, auch bei einer neuerlichen Niederlage bis zum "Super Tuesday" am 5. Februar weiterkämpfen zu wollen, wenn in 22 Bundesstaaten Vorwahlen anstehen.

Favorit der Republikaner in New Hampshire war Senator John McCain, für den nach der Umfrage von Reuters/C-Span/Zogby 36 Prozent der Parteianhänger stimmen wollten. An zweiter Stelle lag mit 29 Prozent der frühere Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney. Ihm folgte Arkansas' Ex-Gouverneur Mike Huckabee. Romney zeigte sich gleichwohl siegesgewiss. Er werde die Stimmen seiner Parteifreunde und der unabhängigen Wähler auf sich ziehen und letzlich obsiegen.

Die Wahllokale in New Hampshire sollen bis 20.00 Uhr Ortszeit (Mittwoch 02.00 MEZ) geöffnet sein.

Hohe Wahlbeteiligung

Wie der US-Sender CNN berichtete, wurden in mehreren Wahllokalen bereits am frühen Nachmittag (Ortszeit) die Wahlzettel knapp, so dass rasch neue angefordert werden mussten. Der demokratische Gouverneur John Lynch sagte dem Sender, in dem Staat mit seinen rund 1,3 Millionen Bürgern herrsche eine spürbare "Wahlbegeisterung".

Lynch zufolge wurde erwartet, dass sich eine Rekordzahl von 500.000 registrierten Wählern beteiligt. Etwa 150.000 von ihnen seien schätzungsweise unabhängige Wähler, das heißt Bürger, die keiner Partei angehören. Sie dürfen sich aber an den Vorwahlen beteiligen und müssen sich dafür nur kurz vor dem Urnengang bei der Partei einschreiben, an deren Kandidatenkür sie teilnehmen wollen. Sofort nach dem Votum können sie die Registrierung wieder rückgängig machen.