Clinton oder Obama, Huckabee oder Romney oder Giuliani - die Entscheidung könnte schon Anfang Jänner feststehen. Fotos: ap, epa
Clinton oder Obama, Huckabee oder Romney oder Giuliani - die Entscheidung könnte schon Anfang Jänner feststehen. Fotos: ap, epa

Den Auftakt macht traditionell (und per bundesstaatlichem Gesetz) Iowa, wo sich sowohl Republikaner als Demokraten am 3. Jänner dem Votum ihrer Anhänger stellen werden. Zwei Tage später wählen lediglich die Republikaner in Wyoming, dann kommt New Hampshire - wieder für beide. Bis zum "Super-Dienstag", am 5. Februar, an dem der Großteil der Bundesstaaten die Vorwahlen abhält, wählen noch vier weitere Bundesstaaten.

Für die Bewerber ist somit Stress pur garantiert: Ihnen bleibt gerade einmal ein Monat, um das weite Land von Osten bis Westen und Norden bis Süden abzugrasen und sich den potenziellen Wählern vorzustellen.

Verluste in ersten Vorwahlen sind fatal

Die Vorwahlen im Zeitraffer bedeuten aber auch, dass sich Wahlkämpfer und Geldgeber sehr schnell entscheiden müssen, auf welches Pferd sie setzen. Verluste der Kandidaten in den früh wählenden Bundesstaaten sind praktisch nicht mehr wettzumachen und wer sowohl in Iowa als auch in New Hampshire verliert, kann fix damit rechnen, die Unterstützung für die weiteren Vorwahlrunden zu verlieren. An eine dennoch erfolgreiche Kandidatur ist dann kaum mehr zu denken.

Führend in allen Umfragen ist derzeit Hillary Clinton auf demokratischer Seite, die bereits viel Geld und viel Zeit in ihren Wahlkampf in Iowa gebuttert hat. Das musste sie auch: Schließlich hat man dort nicht vergessen, dass ihr Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, seinerzeit den profund ländlich-konservativen Bundesstaat bei seiner Vorwahl-Tour links liegen ließ.

Sie liefert sich dort ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Barack Obama, der, aus dem Nachbarstaat Illinois stammend, so etwas wie einen Heimvorteil genießt. Ein Manko hat Obama jedoch, um vielleicht der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten zu werden, und das ist religiöser Natur. "Die Amerikaner würden weder einen Atheisten noch einen Moslem zum Präsidenten wählen", erklärte Ronald J. Hrebenar, Politologe an der Universität Utah, in einem Journalistengespräch in Wien. Und da käme Obama sein moslemischer Hintergrund in die Quere.

Republikaner Romney Favorit in Iowa

Auf republikanischer Seite hat laut Hrebenar Mitt Romney die größten Chancen in Iowa zu gewinnen. Doch auch der Ex-Gouverneur von Massachusetts hat eine religiöse Vorgabe: Er ist Mormone. Damit sei er den konservativen Wählern "suspekt, auch wenn sie ihn irgendwie mögen."