Wald

Den Daten der Weltbank zufolge gab es auf der Erde im Jahr 2000 noch 40,56 Millionen Quadratkilometer Wald - im Jahr 2016 waren es nur mehr 39,96 Millionen Quadratkilometer. Rund ein Viertel der insgesamt gerodeten Waldfläche zwischen den Jahren 2001 und 2015 wurde in Lateinamerika gerodet. In Europa und Asien nimmt die Waldfläche durch Aufforstungen wiederum zu.
Ein WZ-Dossier rund um den Wald.





In Österreich ist der Wald fest in privater Hand: Mehr als zwei Drittel der Wälder in Österreich gehören privaten Eigentümern. Damit liegt Österreich innerhalb der Europäischen Union nach Portugal auf Platz zwei. Allerdings ist in Österreich der Privatbesitz sehr kleinteilig strukturiert und besteht vor allem aus Bauern- oder Familienwäldern mit einer durchschnittlichen Fläche von 9,2 Hektar pro Betrieb.
Während im Jahr 2009 45,2 Prozent der Gesamtfläche des Staates Österreich bewaldet waren, beträgt der Anteil für das Jahr 2015 bereits 46,7 Prozent. Zum Vergleich: In Slowenien beläuft sich die Zahl aus dem Jahr 2009 auf 62,1 Prozent, im Jahr 2015 auf 63,4 Prozent. >>> Weiter zu den Zahlen aller EU-Staaten.






Wie viele Wälder sind eigentlich noch wirklich wild und nicht bewirtschaftet? Nicht viele.
Österreichs einziges wirkliches Wildnisgebiet liegt im südlichen Mostviertel in Niederösterreich: Der Urwald Rothwald ist das einzige Gebiet in Österreich, das zu den "Wilderness Areas" mit der höchsten Schutzkategorie gehört. Er wird nicht nur geschützt sondern auch in Ruhe gelassen, wie man aus unserer Reportage aus dem Wildnisgebiet Dürrenstein erfährt. Europas Amazonien wiederum ist ernsthaft gefährdet: In den rumänischen Karpaten sind nämlich die letzten wilden Wälder durch die Holzmafia bedroht.
Wann ein Wald überhaupt ein Wald ist, welche Baumsorten in Österreich wachsen und wie die Besitzverhältnisse sind: Dies und mehr in unseren FAQs rund um den Wald.






Kommt der Wald in die Stadt? Hitze, Dürre, Abgase sorgen dafür, dass es in der Stadt zunehmend ungemütlich wird. Doch es gibt Hoffnung. Wir haben deshalb dem Stadtbaum, dem selbstlosen Helden, ein Porträt gewidmet.
Apropos Stadt: Bäume haben auch Internetadressen. In Wien etwa, wo der digitale Baumkataster rund 191.000 Bäume umfasst.






"Wir werden unsere Klimaziele nicht erreichen, ohne die Wälder zu schützen", verlautet es aus Brüssel. So hat die EU-Kommission einen Aktionsplan für Waldschutz und Aufforstung vorgestellt, um die Bemühungen der Europäischen Union für Waldschutz und Wiederaufforstung weltweit zu erhöhen.
Aber nicht nur der Mensch, auch der Borkenkäfer setzt dem Baum zu, allen voran der Fichte: Ein Baum vor dem Burn Out.
Vor der Klimakrise sprach man vom Umweltschutz, und eines der zentralen Themen war der Saure Regen. Gibt es ihn eigentlich noch?






Über Henry David Thoreau und Ernst Jünger, zwei literarische Verfechter eines radikalen Individualismus, die sich tief in die Wälder und ihre jeweiligen Vorstellungen davon zurückzogen.
Zog man sich früher in die Wälder zurück, ging dort spazieren und wandern, so ist der Wald dem Menschen mittlerweile ganz anders dienlich. Denn heute badet man darin, wie der gegenwärtige Trend aus Japan zeigt. Biologe und Buchautor Clemens G. Arvay gibt im Interview Auskunft über den Wald als Medizin.


Klimawandel 19 5
Ein Wald mit Migranten Der Klimawandel lässt vor allem den Bestand der Fichte schrumpfen. Sie gilt als Brotbaum der Forstwirtschaft. Das Pflanzen hitzeresistenterer Baumarten könnte die Lösung sein - auch nicht-heimischer.
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