Hundert Meter weiter liegt das "Landgut Cobenzl". Die Magistratsabteilung für Forst- und Landwirtschaft (MA 49) betreibt hier einen Bauernhof und bietet Führungen für Kinder. Am Rande des 19. Bezirks können sie Hasen, Schafe, Schweine streicheln. Sie leben das ganze Jahr hier und werden nicht als lebendige Krippenfiguren missbraucht.

Danach geht’s mit dem Schlitten zurück in die Weihnachtshölle. Aber nicht mehr lange, dann ist der Spuk vorbei. Nach dem kollektiven Silvesterrausch kommt mit Neujahrskonzert und Neujahrsspringen langsam Hoffnung auf. Ein paar Trümpfe hat der Wiener ja noch im Ärmel. Im Schloss Concordia in Simmering ein Schnitzel essen zum Beispiel. Am Wienerberg eine Runde um den zugefrorenen Ziegelteich drehen. Oder im Prater die Saatkrähen beobachten. Schon ist der Jänner auch schon wieder vorbei. Und im Februar werden die Tage spürbar länger. Der letzte Matsch vertschüsst sich. Das erste Bier kann im Park getrunken werden. Dank Klimawandel startet mitten im März der Wiener Sommer. Und im Sommer ist Wien ein Traum. Da kann einem die Karibik und Thailand gestohlen bleiben.